Angebot um 20 Dollar

„All You Can Eat“-Aktion: Lokal-Kette in Konkurs

Ausland
13.02.2026 10:14

Nach überstandener COVID-Pandemie wollten die Bosse von „Red Lobster“ mit einer „All You Can Eat“-Aktion mehr Kunden in ihre Restaurants locken. Der Plan der größten Fisch-und Krustentier-Restaurantkette Amerikas ging auf – und führte genau deshalb zum Konkurs.

Der Meeresfrüchte-Gigant hatte 1968 seine erste Filiale in Florida eröffnet. Bis 2024 waren dann 644 „Red Lobster“-Filialen in 44 der 50 amerikanischen Bundesstaaten und in Kanada hinzugekommen. Als nach der Pandemie die steigenden Preise für Meeresfrüchte und höhere Personalkosten die Gewinne fraßen, entschloss sich der Konzern zu einer PR-Aktion. Der „Ultimate Endless Shrimp Deal“ erlaubte es ab März 2023 den Restaurant-Gästen, für nur 20 Dollar so viele Garnelen zu essen, wie sie nur konnten.

Mehr als 100 Filialen betroffen
Es führte zu einem geradezu explosionsartigen, 40-prozentigen Anstieg der Kundenzahlen. Nur dass diese viel hungriger waren, als es das „Red Lobster“-Management gedacht hatte. Die Leute blieben für Stunden, um persönliche Völlerei-Rekorde aufzustellen. Auf TikTok brüstete sich ein Mann damit, in viereinhalb Stunden 108 Garnelen geschafft zu haben. Der frühere Mehrheits-Eigentümer „Thai Union“ musste später zugeben, dass die Verluste nach nur drei Monaten 11 Millionen Dollar betragen hatten. Doch anstatt die Aktion wieder abzublasen, ließ das Management sie weiterlaufen. Mit katastrophalen Folgen. Die Kette musste Konkurs anmelden – über 100 Filialen wurden sofort geschlossen oder verkauft.

Inzwischen hat sich eine Investmentgruppe aus der Konkursmasse bedient – und ist bedient. Ein Sprecher beschwerte sich im „Wall Street Journal“: „Wir haben eine sehr beschädigte Marke geerbt.“ Denn die Garnelen-Liebhaber haben das sinkende Schiff längst verlassen und die roten Zahlen und Schließungen der Filialen gehen weiter.

Schon einmal führte Aktion zu Umsatzverlusten
Das Unglaubliche an der Story: Die Verantwortlichen hätten eigentlich gewarnt sein sollen, dass ihre Aktion nach hinten losgehen wird. Denn 2003 hatte „Red Lobster“ schon einmal eine „All You Can Eat“-Aktion – damals für Meereskrebse. Die musste nach nur sieben Wochen eingestellt werden, weil die Umsatzverluste auf über 3,3 Millionen Dollar geschnellt waren.

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