Heimlich gefilmt

Porno-Mafia verkauft Sex-Clips aus Hotelzimmern

Ausland
07.02.2026 11:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eine schockierende Recherche der BBC hat enthüllt, dass eine chinesische Porno-Mafia Pärchen heimlich beim Sex in Hotelzimmern filmt und das Material anschließend im Internet verbreitet. Die Kameras, die dabei zum Einsatz kommen, sind winzig klein – und nur schwer zu entdecken.

Gerade im Urlaub hat man Zeit für ausgelassene Stunden und Intimität zu zweit. Doch ein Paar musste nach einem Hotelaufenthalt feststellen, dass ihr Liebesspiel im Hotelzimmer heimlich mitgefilmt wurde. Der betroffene Mann entdeckte den Clip anschließend selbst auf einem Social-Media-Kanal, den er regelmäßig auf der Suche nach pornografischen Inhalten nutzte. 

Das Pärchen hatte einen Aufenthalt in einem Hotel in Shenzhen verbracht. Eigentlich ist die Produktion und der Vertrieb von Pornos in China streng verboten. Doch die Spionagekamera-Pornos existieren dennoch seit mindestens einem Jahrzehnt – auch wenn die Regierung Hotelbetreiber dazu verpflichtete, ihre Zimmer regelmäßig nach versteckten Kameras zu durchsuchen. Diese seien nur so klein wie Radiergummis.

Vom Konsumenten zum Opfer
„Eric (Name geändert) war nicht länger nur Konsument der chinesischen Spionagekamera-Pornoindustrie, sondern ein Opfer“, erklärt die Investigativjournalistin Wanqing Zhang im BBC-Artikel zu dem Fall, der zu einer umfassenden Recherche führte. Das Material werde dann Großteil über Kanäle im Online-Dienst Telegram verbreitet und kann gegen Bezahlung angesehen werden. Es soll Hunderte Kameras in Hotelzimmern geben – teilweise werden die Videos auch live übertragen. 

Detektor konnte Kamera nicht aufspüren
Dem Reporter-Team gelang es sogar, eine Kamera in einem Hotelzimmer zu entdecken. Sie war in einer Lüftungsöffnung montiert und an die Stromversorgung des Gebäudes angeschlossen. Von einem Detektor, der versteckte Kameras entdecken soll, wurde das Gerät nicht aufgespürt. Nur bei einer gezielten Suche hat man eine Chance, Kameras zu finden. 

Der Betroffene, der sich als unfreiwilliger Protagonist auf einer der Plattformen entdeckt hatte, erklärte, warum er selbst einst Konsument von heimlich gefilmten Sex-Inhalten war: „Ich finde, traditionelle Pornos wirken sehr gestellt, sehr unecht.“ Eric habe die Tatsache fasziniert, dass die Leute nicht wissen, dass sie gefilmt werden. 

Nun sei ihm die Lust an solchen pornografischen Inhalten vergangen, nachdem er selbst zum Opfer der Industrie wurde. Nur gelegentlich schaue er nun auf solche Plattformen, um zu überprüfen, ob das Sex-Video, das ihn und seine Freundin zeigt, weiter verbreitet wird. 

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