Über Snapchat lassen sich Fotos und neuerdings auch Videos und Textnachrichten verschicken, die für den Empfänger nur kurz sichtbar sein sollen. Die FTC bemängelte nun jedoch, dass der Messaging-Dienst dieses Versprechen nicht einhalten könne: Die von Nutzern verschickten Inhalte könnten über Apps von Drittanbietern gespeichert werden, kritisierte die Behörde. Snapchat müsse seine Nutzer darüber informieren, forderte die FTC und drängte das Unternehmen zu einem Vergleich. Ein Datenschutzexperte wird dem App-Entwickler nun 20 Jahre lang auf die Finger schauen.
"Einige Dinge haben nicht die Aufmerksamkeit erfahren, die ihnen zugestanden wäre", erklärte Snapchat in einem Blogeintrag. Dazu gehöre die präzisere Kommunikation mit den Nutzern. Die Formulierungen in den Nutzungsrichtlinien sowie App-Beschreibungen seien bereits großteils geändert worden. "Und wir investieren weiterhin kräftig in Sicherheit und Gegenmaßnahmen, um Missbrauch vorzubeugen."
Die App war Anfang des Jahres in die Schlagzeilen geraten, nachdem Unbekannte in der Neujahrsnacht über eine Sicherheitslücke die Namen und Telefonnummern von 4,6 Millionen Snapchat-Nutzern abgegriffen und im Internet veröffentlicht hatten. Dabei hatten sie allerdings die letzten beiden Ziffern der Telefonnummern unkenntlich gemacht.
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