Wilde Ausschreitungen!
Polizisten werden durch Turins Straßen geprügelt
Bei schweren Ausschreitungen in Turin im Norden Italiens sind am Samstagabend mehr als 100 Sicherheitskräfte verletzt worden. Zehn Menschen wurden am Rande einer Demonstration festgenommen. Zur Zahl der verletzten Demonstranten gab es zunächst keine genaueren Angaben.
Die Proteste richteten sich gegen die Räumung des Kulturzentrums Askatasuna – über Jahrzehnte hinweg ein Treffpunkt der linken Szene von Turin – kurz vor Weihnachten. Am Rande des Protestes kam es zu teils gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Gruppen von Anarchisten und den Sicherheitskräften, insbesondere in der Nähe des früher besetzten Zentrums Askatasuna. Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni beklagte „gewalttätige Angriffen mit dem Ziel, den Staat und seine Vertreter zu treffen“.
Demonstranten warfen nach Polizeiangaben Steine, Feuerwerkskörper, Molotowcocktails und andere Gegenstände auf die Einsatzkräfte und errichteten Barrikaden aus Müllcontainern und Einkaufswagen. Mehrere Brände wurden gelegt, darunter an einem Polizeifahrzeug, das in Flammen aufging. Die Beamten setzten Tränengas und Wasserwerfer ein.
Polizisten werden durch Straßen geprügelt
Italiens Innenminister Matteo Piantedosi bezeichnete die vermummten Demonstranten, die gegen die Polizisten losgingen, als „eine Gefahr für die Demokratie“ und warf Linksparteien vor, gewaltbereite Gruppen zu unterstützen.
Bilder und Videos zeigten, wie ein Polizist von Demonstranten umringt und mit Stangen und einem Hammer attackiert wird (siehe Tweet oben). Staatspräsident Sergio Mattarella rief Piantedosi an, um seine Solidarität mit dem verletzten Beamten auszudrücken.
Nach Angaben von Alberto Cirio, Präsident der Region Piemont, zu der Turin gehört, befindet sich der angegriffene Polizist außer Lebensgefahr. Cirio besuchte gemeinsam mit Regierungsvertretern das Krankenhaus Molinette in Turin, wo die Verletzten versorgt wurden.
Eindrücke aus Turin:





Meloni-Regierung macht gegen Links mobil
Die Regierungsparteien machten die Linke für eine politische Legitimierung der Gewalt verantwortlich und bekräftigten ihre Forderung nach einem verschärften Sicherheitspaket mit Maßnahmen gegen Gewalt gegen die Sicherheitskräfte. Innenminister Piantedosi kündigte an, entsprechende Maßnahmen in der kommenden Woche vorzustellen.
Die Vorsitzende der oppositionellen Demokratischen Partei (PD), Elly Schlein, verurteilte die Gewalt scharf und erklärte ihre Solidarität mit den Sicherheitskräften. Die Angreifer müssten schnell identifiziert und zur Verantwortung gezogen werden, sagte sie.
Die Proteste richteten sich gegen die Räumung des Kulturzentrums Askatasuna, über Jahrzehnte hinweg ein Treffpunkt der linken Szene von Turin, kurz vor Weihnachten. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich rund 50.000 Menschen an mehreren Demonstrationszügen, die vom Stadtzentrum sowie von den Bahnhöfen Porta Nuova und Porta Susa ausgingen und sich später vereinigten. Laut Polizei waren 15.000 Personen an der Demonstration beteiligt.









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