Ein Dorn im Auge

Gemeinde sucht Lösung für Hirschers Ex-Skifabrik

In der Pinzgauer Gemeinde Stuhlfelden ist die Infrastruktur trotz Spardrucks intakt: Es gibt mehrere Gasthäuser, zwei Kramer und jede Menge ehrenamtliches Engagement. Dass die Ski-Marke Van Deer von Marcel Hirscher ins Lammertal übersiedelte, schmerzt aber. Eine Lösung wird gesucht.

„Wir sind eine typische Wohngemeinde“, sagt Bürgermeister Josef Voithofer (ÖVP). 1560 Einwohner leben in der Salzburger Gemeinde. Die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden funktioniere gut, betont der Ortschef. Es gibt mehrere Zusammenschlüsse: für Senioren, beim Standesamt, bei der Kläranlage, im Tourismus.

Hochzeiten im alten Schloss
Für alle, die sich im Ort das Ja-Wort geben wollen, hat Stuhlfelden aber eine einmalige Location parat: Trauungsräume sind auf Schloss Lichtenau mitten im Dorfkern untergebracht. „Die alten Steinmauern – das hat schon was“, ist er stolz.

ÖVP-Bürgermeister Josef Voithofer
ÖVP-Bürgermeister Josef Voithofer(Bild: Kerstin Joensson)
Der leer stehende Skiproduktionsstandort ist der Gemeinde ein Dorn im Auge.
Der leer stehende Skiproduktionsstandort ist der Gemeinde ein Dorn im Auge.(Bild: Kerstin Joensson)

Stolz kann der Bürgermeister auch auf das enorme ehrenamtliche Engagement im Ort sein: Es gibt mit der „Platzhausleitn“ noch eine kleine Skiarena im Ort. Den Betrieb inklusive Beschneiung stemmen zu hundert Prozent Freiwillige.

„Wir wissen noch nicht, wie es weitergeht.“
Auch hungrig bleibt im Dorf niemand. Es gibt noch mehrere Wirtshäuser. Überregional bekannt ist vor allem die Rauchkuchl mit Thresl Bacher. Und die Wirtschaft im Dorf baut auf Leitbetrieben wie einem großen Sägewerk oder einem Metzgerbetrieb. Wermutstropfen: Eine Skiproduktionshalle steht nach dem Abzug von Marcel Hirscher mit seiner Mark Van Deer im Vorjahr leer. Voithofer: „Da wissen wir noch nicht, wie es weitergeht.“

In Stuhlfelden ist die Wohnqualität hoch.
In Stuhlfelden ist die Wohnqualität hoch.(Bild: Kerstin Joensson)

Knappe Finanzen, aber auf die Kleinsten wird geschaut
Man achtet im Dorf generell auch auf die Kleinsten besonders. Volksschule und Kindergarten sollen saniert oder neu gebaut werden. Wie das konkret aussehen soll, ist wegen der knappen Finanzen noch unklar. Der Bedarf ist jedenfalls da: „Unsere Kindergartengruppen sind derzeit auf vier Standorte verteilt. Der Plan ist es, sie mit der Volksschule zusammenzulegen.“

Auch nachhaltige Energiegewinnung ist in Stuhlfelden Thema: Öffentliche Gebäude wie das neue Feuerwehrhaus sind mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Der Bürgermeister ist Obmann der Energiegemeinschaft mit bereits knapp 50 Mitgliedern.

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