In Frankfurt und Berlin haben Ermittler am Mittwoch an den jeweiligen Standorten der Deutschen Bank Hausdurchsuchungen durchgeführt. Grund der Razzia ist der Verdacht der Geldwäsche.
Die Anordnung zur Durchsuchung begründete das Amtsgericht Frankfurt konkret damit, dass die Deutsche Bank in der Vergangenheit Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften unterhalten hat, die im Verdacht stünden, „zum Zwecke der Geldwäsche eingesetzt worden zu sein“.
„Wir bestätigen, dass in den Geschäftsräumen der Deutschen Bank derzeit eine Maßnahme der Staatsanwaltschaft Frankfurt durchgeführt wird“, erklärte das Institut, nach der Veröffentlichung eines entsprechenden Berichts von „Spiegel Online“.
Noch keine Details bekannt
Die Bank arbeite vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft zusammen. Zu Details äußerte sie sich nicht. Zum Hintergrund der Geschäftsbeziehungen, den über die Deutsche Bank erfolgten Transaktionen und deren Umfang sowie zu den Gesellschaften selbst könnten aktuell keine Angaben gemacht werden.
Die Deutsche Bank war in der Vergangenheit immer wieder durch Ermittlungen der Behörden und juristische Auseinandersetzungen erschüttert worden. Vorstandschef Christian Sewing hatte immer wieder betont, das Geldhaus habe die Altlasten der Vergangenheit aber hinter sich gelassen.
Erst 2024 hatte die Deutsche Bank rund 1,7 Milliarden Euro ausgegeben, um Rechtsstreitigkeiten etwa um die Übernahme der Postbank zu den Akten legen zu können. Für das vergangene Jahr erwarten Analysten nun mit knapp sechs Mrd. Euro deutlich mehr Gewinn als noch 2024. Die Deutsche Bank will am Donnerstag Geschäftszahlen vorlegen.
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