Neue Handelspartner

EU plant Abkommen über Rohstoffe mit Vietnam

Wirtschaft
28.01.2026 14:30
Porträt von krone.at
Von krone.at

Aufgrund der Handelskonflikte mit den USA und China plant die Europäische Union (EU), ihre Wirtschaftsbeziehungen zu anderen Ländern auszubauen. Eines davon ist Vietnam. In Arbeit ist eine Vereinbarung zu Rohstoffen, Halbleitern und Infrastruktur.

So verfügt Vietnam über bedeutende, aber weitgehend unerschlossene Vorkommen an Seltenen Erden und Gallium. Bisher wird dieser Markt weltweit von China dominiert. Laut dem Entwurf des Abkommens beabsichtigen die EU und die Regierung in Hanoi Handel und Investitionen in Technologien zu fördern, die einen „nachhaltigen Bergbau und eine nachhaltige Verarbeitung“ unterstützen. Das asiatische Land ist auch ein wichtiger Lieferant von Wolfram, einem Metall, das für die Rüstungs- und Elektronikindustrie unverzichtbar ist.

Ein weiterer Schwerpunkt der Kooperation sollen Halbleiter sein. Vietnam ist ein wichtiger Standort für das Verpacken und Testen von Chips für Konzerne wie Intel und Amkor. Derzeit wird die erste Halbleiter-Produktionsanlage des Landes gebaut, zudem haben Zulieferer des Weltmarktführers ASML Teile ihrer Produktion nach Vietnam verlagert.

Weitere Inhalte des Abkommens sind beispielsweise der Ausbau von 5G-Netzen und Satellitenverbindungen sowie Investitionen in die vietnamesische Infrastruktur wie Eisenbahnprojekte. Der Entwurf enthält indirekt Kritik an den Strategien der USA, Chinas und Russlands. So werden etwa eine „regelbasierte internationale Ordnung“ und die Unterstützung der Welthandelsorganisation (WTO) gefordert. Eine finale Fassung des Papiers soll EU-Ratspräsident António Costa bereits am morgigen Donnerstag in Hanoi unterzeichnen.

Mit diesen Staaten wird ebenfalls verhandelt
Die EU hat darüber hinaus Handelsgespräche mit Malaysia, den Philippinen und Thailand wiederaufgenommen oder intensiviert. Mit den Vereinigten Arabischen Emiraten starteten im Mai 2025 Verhandlungen. Im vergangenen Jahr belebte die EU auch einen ins Stocken geratenen Deal mit Mexiko. Dieser modernisiert den Vertrag aus dem Jahr 2000, der nur Industriegüter abdeckte. Nun geht es auch um Dienstleistungen, staatliche Aufträge und Investitionen. Dieses Abkommen müssen die EU-Gremien noch abnicken.

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