Verpasste Abflug

Storch „Rudi“ erobert die Herzen der Südkärntner

Kärnten
20.01.2026 08:00

In der kleinen Südkärntner Gemeinde Eberndorf hat es sich auf einem Laternenmast ein Jungstorch bequem gemacht. „Rudi“ hat offenbar den Abflug in den Süden verpasst. Nun wird er von einer Familie täglich gefüttert und bekommt ein eigens angefertigtes Nest.

Dreimal am Tag wird „Rudi“ gefüttert. Der junge Weißstorch hat, wie berichtet, den Abflug in den Süden verpasst, als es kälter wurde. Mittlerweile ist er ein originaler Eberndorfer. „Vielleicht war er damals nicht stark genug. Er ist uns jedenfalls aufgefallen und als er im Winter noch immer da war, waren wir alarmiert“, erzählt seine Pflege-Mami Sabrina Krauland. Die Gösselsdorferin kümmert sich gemeinsam mit ihren Eltern um den gestrandeten Adebar.

Knapp 700 Gramm Futter braucht er am Tag.
Knapp 700 Gramm Futter braucht er am Tag.(Bild: Astrid Skorianz)

„Jetzt ist es erst einmal wichtig, dass er über den Winter kommt und genug Futter hat“, sagt sie. Immer wieder meinen es leider auch Anrainer gut und legen „Rudi“ Futter hin. „Bitte nicht! Es könnte schlimm enden, wenn er Hundefutter oder Mais verschluckt“, warnt Krauland. 

Seit November bekommt er täglich Wasser und knapp 700 Gramm Weichtiere, denn „Rudi“ ist absoluter Fleischfresser. Krauland: „Die Küken bekommen wir vom Vogelpark am Turnersee und tauen sie ihm täglich frisch auf.“ Aktuell hat es sich „Rudi“ in der Nähe des ehemaligen Billas im Ortskern von Eberndorf bequem gemacht. Dort haben die Kraulands ihm sogar eine Landebahn ausgeschoben. „... dann hat er es leichter. Der Tiefschnee stört ihn“, weiß Krauland. Bei der Vogelhilfe Kärnten und im Internet hat sie sich über die großen Vögel genau informiert. Die Kälte ist ihm egal, solange es Futter und Wasser gibt.

Rudi lebt aktuell auf einem Fluter auf dem Parkplatz der Firma „ZBoats“.
Rudi lebt aktuell auf einem Fluter auf dem Parkplatz der Firma „ZBoats“.(Bild: Markus Suschetz)

Nest kommt aus dem Burgenland
Bisher liegt er auf ein bisschen Heu, bald bekommt der Neo-Eberndorfer aber auch ein standesgemäßes Bett. Nun wurde in der „Storchen“-Hauptstadt Österreich, im Burgenländischen Rust, sogar ein Nest für „Rudi“ in Auftrag gegeben. „Wir haben jetzt gemeinsam mit Markus Suschetz von ZBoats einen Platz gefunden“, erklärt Krauland. „Rudi“ darf auch in Zukunft auf „seiner“ Laterne im Hof der Firma bleiben. Das Nest soll „Rudi“ dann auch in den kommenden Jahren in den warmen Monaten bewohnen; im nächsten Winter schafft er es hoffentlich rechtzeitig in den Süden. Störche sind nämlich sehr treu und kommen über Jahre hinweg immer wieder zu ihrem Nest zurück.

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