Leitet Präsidentenbüro

Geheimdienstchef wird Selenskyjs rechte Hand

Außenpolitik
02.01.2026 18:06

Der langjährige ukrainische Militärgeheimdienstchef Kyrylo Budanow wird die neue rechte Hand von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Das gab der Staatschef am Freitag bekannt. Der 39-Jährige habe „spezielle Erfahrung und die nötige Stärke, um Ergebnisse zu erzielen“, sagte Selenskyj.

Budanow folgt auf Andrij Jermak, der im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal in der Ukraine vor einem Monat zurückgetreten war. „Ich hatte ein Treffen mit Kyrylo Budanow und habe ihm das Amt des Leiters des Präsidentenbüros der Ukraine angeboten“, sagte Selenskyj. Budanow ist seit 2020 Chef des Militärgeheimdienstes HUR und in dieser Funktion unter anderem für Sprengstoffanschläge auf die Brücke zu der Schwarzmeer-Halbinsel Krim und für Attentate auf Generäle in Moskau verantwortlich. Er war zudem Mitglied der ukrainischen Delegation bei den Verhandlungen mit den USA über ein Kriegsende.

„Es ist für mich eine Ehre und eine Verantwortung, mich in dieser für die Ukraine historischen Zeit auf die entscheidenden Fragen der strategischen Sicherheit unseres Staates zu konzentrieren“, sagte Budanow nach seiner Ernennung zum Leiter des Präsidialamts. Der bisherige HUR-Chef steht auf der Todesliste Moskaus. Selenskyj habe den „Hauptterroristen“ zum Chef seiner Kanzlei gemacht, kommentierte der Moskauer Politologe Sergej Markow. Damit stünden die Zeichen auf Angriff.

Auch der neue Chef des Präsidentenbüros werde Selenskyj nicht helfen beim Überleben, sagte der Vizechef des russischen nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew. Er hatte Selenskyj wegen der angeblichen jüngsten Angriffsversuche auf eine Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem Tod gedroht.

Neuer Chef von Militärgeheimdienst fixiert
Der neue Chef des Militärgeheimdiensts HUR steht laut Selenskyj bereits fest. Dabei handelt es sich um den Generalleutnant und bisherigen Auslandsgeheimdienstchef Oleh Iwaschtschenko (56). Dieser solle nun daran arbeiten, Russland weiter wirtschaftlich zu schwächen, und das Militärpotenzial des Kriegsgegners einzuschränken. „Je weniger der Aggressor verdient, desto mehr Möglichkeiten gibt es für die Diplomatie. Dies gilt insbesondere für die russischen Ölexporte, die eingeschränkt und billiger werden“, sagte Selenskyj. Ähnlich verfahre man auch „in Bezug auf die russische Rüstungsindustrie“. Es helfe, Umgehungsstrategien zu durchbrechen, um die Friedensverhandlungen voranzutreiben.

Der frühere Leiter des Präsidialbüros Andrij Jermak
Der frühere Leiter des Präsidialbüros Andrij Jermak(Bild: EPA/MARTIAL TREZZINI)

Der frühere Leiter des Präsidialbüros, Andrij Jermak, trat Ende November nach Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit einem Korruptionsskandal zurück. Er war in Erklärungsnot geraten. Jermak hatte eine zentrale Rolle bei den Verhandlungen in den Vereinigten Staaten und ist ein langjähriger Vertrauter von Selenskyj.

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