Zum Schutz vor Naturgefahren in Tirol nimmt die öffentliche Hand heuer 106 Millionen Euro in die Hand. Die Experten sind sich klar, dass die Phänomene an Dramatik zunehmen.
Die erschreckendsten Bilder gab es 2025 im Gschnitztal. Muren rissen am 30. Juni rund 250.000 Kubikmeter Material mit und verwüsteten den ganzen Talboden. Dass binnen zwei Stunden mehr als 100 Millimeter Regen fällt, kommt nicht alle Tage vor.
„Die Ereignisse nehmen teilweise neue Dimensionen an“, sagte Gebhard Walter, Chef der Sektion Tirol der Wildbach- und Lawinenverbauung, beim jährlichen Pressetermin. Um 20 bis 30 Prozent hätten die Starkniederschläge an Intensität zugenommen – und auch die flächenmäßige Ausdehnung verschlimmere die Folgen. Auslöser seien meist Hitzetage, von denen es immer mehr gebe. „Nicht alle Ereignisse“, so Walter, „bekommen wir in den Griff.“
Jedes Schadensereignis kostet Geld, Vorsorge ist daher der richtige Weg.

LHStv. Josef Geisler
Bild: Christof Birbaumer
Löwenanteil für Bauten an Flüssen und Wildbächen
Die heuer in Tirol veranschlagten 106,7 Millionen Euro zum Schutz vor Naturgefahren knüpfen fast an das bisherige Niveau (2025: 109,4 Millionen) an. Projekte an Tal- und Hauptgewässern (insgesamt 2000 Kilometer) sowie an Wildbächen machen dabei mit rund 72 Mio. € den Löwenanteil aus.
„Jedes Schadensereignis kostet Geld, Vorsorge ist daher der richtige Weg“, erklärte der zuständige LHStv Josef Geisler (ÖVP) und fügte hinzu: „Dieses Geld in Zeiten der Haushaltskonsolidierung aufzustellen ist eine Herausforderung.“ Ein Blick auf die Sparten:
Die Übersicht über das Investitionsvolumen gegen Naturgefahren in Tirol im heurigen Jahr:
Die Mittel kommen aus mehreren Töpfen – Landwirtschaftsministerium, EU, Land Tirol sowie beteiligten Infrastrukturträgern, Gemeinden und auch Waldbesitzern.
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