Russische Provokation

Drohne nahm Kurs auf Franzosen-Kriegsschiff

Außenpolitik
27.02.2026 21:32
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Von krone.at

Am Mittwoch hat sich eine Drohne einem französischen Flugzeugträger in Malmö genähert. Der schwedischen Regierung zufolge sei mittlerweile klar, dass es sich dabei um ein russisches Exemplar handelte. Der Kreml will von der Aktion freilich nichts wissen.

Man habe beobachtet, wie eine Drohne vom russischen Aufklärungsschiff „Zhigulevsk“ abgehoben sei, teilte das Militär mit. Etwa 13 Kilometer von dem französischen Militärschiff „Charles de Gaulle“ habe das schwedische Militär die Drohne gestört. Danach sei der Kontakt zur Drohne abgerissen.

Der französische Flugzeugträger befindet sich derzeit im Hafen von Malmö und soll in Kürze an ...
Der französische Flugzeugträger befindet sich derzeit im Hafen von Malmö und soll in Kürze an einer NATO-Übung teilnehmen.(Bild: EPA/Johan Nilsson)

Zuvor hatte Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson dem Sender SVT gesagt, dass es sich „wahrscheinlich“ um eine russische Drohne gehandelt habe. Kristersson nannte den Vorfall „ernst, aber nicht unerwartet“.

Es sei sicher kein Zufall, dass so etwas während des Besuches des französischen Flugzeugträgers in Schweden passiere. „Das Wichtigste ist, Klartext zu reden und zu zeigen, dass wir vorbereitet sind und mit solchen Situationen umgehen können.“

In der Mitteilung des Militärs hieß es, neben der Gesetzeswidrigkeit des Drohnenflugs habe man festgestellt, dass das russische Schiff sich nicht an die Regeln für Fahrzeuge, die den Öresund durch schwedisches Hoheitsgewässer passieren, gehalten habe.

Paris kritisiert mögliche „Provokation“
Nach der Sichtung einer mutmaßlich russischen Drohne nahe des Flugzeugträgers ordnete Paris den Vorfall als mögliche „Provokation“ ein. Es wäre eine „lächerliche Provokation“, falls die gesichtete Drohne wirklich russischer Herkunft sei, erklärte Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot am Freitag an Bord des betroffenen Flugzeugträgers „Charles de Gaulle“.

Der Kreml hatte zuvor entsprechende Vorwürfe von schwedischer Seite als „absurd“ zurückgewiesen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte in Moskau, die schwedischen Aussagen zu der Drohne bezögen sich allein darauf, dass ein russisches Schiff in der Nähe gewesen sei. „Diese Erklärung ist völlig absurd“, fügte Peskow hinzu, der nach eigenen Angaben keine „Details“ zu dem Vorfall kennt.

Der Ostseeraum war zuletzt wiederholt Schauplatz mysteriöser Drohnenflüge über Flughäfen und sensiblen Militär- und Industriestandorten gewesen. Angesichts der Spannungen zwischen der NATO und Russland wegen des mittlerweile seit vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine geriet Moskau in den Verdacht, hinter diesen Vorfällen zu stecken.

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