1406 leichte Vorbeben
Vulkan spuckt Aschewolke 2000 m in den Himmel
Eine Überwachungskamera hat am Mittwochnachmittag jenen Moment aufgezeichnet, an dem der Vulkan Sakurajima in Japan ausgebrochen ist und eine mehr als 2000 Meter hohe Aschewolke in den Himmel gespuckt hat.
Der auf der Insel Kyushu gelegen Vulkan brach am Mittwoch um 14.51 Uhr Ortszeit explosiv aus und spuckte laut der japanischen Wetterbehörde IJMA eine etwas mehr als zwei Kilometer hohe Aschewolke in den Himmel, die in Richtung der Satsuma-Halbinsel in südwestlicher Richtung abdriftete.
Mehr als 1400 kleine Vorbeben
Der Ausbruch hatte sich bereits seit Tagen angekündigt. Allein am Dienstag wurden nicht weniger als 1406 sogenannte vulkanotektonische Beben registriert. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, wegen der anhaltenden seismischen Aktivität wachsam zu sein.
Was sind vulkanotektonische Beben?
Vulkanotektonische Beben sind Erdbeben, die durch den Aufstieg von Magma und den daraus resultierende Spannungsänderungen im Gestein in Vulkannähe verursacht werden. Sie entstehen, wenn Magma Gestein im Untergrund zerbricht oder Verschiebungen entlang von Verwerfungen auslöst.
Einer der aktivsten Vulkane Japans
Der Sakurajima ist der aktivste Vulkan Japans, für seine häufigen und starken Ausbrüche bekannt und eine Touristenattraktion. Er liegt ganz im Süden des japanischen Inselarchipels, und bildet eine Halbinsel in der Bucht von Kagoshima.
In der gleichnamigen Stadt, die in rund acht Kilometer Entfernung gegenüber dem Vulkan liegt, lebt rund eine halbe Million Menschen. Um den Sakurajima herum wurden Betonkanäle und Blockaden errichtet, um die gefährlichen Lahare (Schlammströme, Anm.) und Pyroklastischen Ströme umzuleiten, die es hier immer wieder gibt.
Hohes Gefahrenpotenzial für Anwohner
Da der Sakurajima zu den sogenannten explosiven Subduktionszonen-Vulkanen gehört, geht von ihm ein erhebliches Gefahrenpotenzial für die Anwohner von Kagoshima aus. Die Situation hier erinnert an den Vesuv im Golf von Neapel.
Eine Besonderheit sind seine häufig zu beobachtenden sogenannten vulkanischen Gewitter. Durch die Reibung der Aschepartikel bauen sich elektrische Spannungen auf, die sich dann in zuckenden Blitzen entladen.









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