Rund 37.000 Oberösterreicher waren zuletzt auf Jobsuche. Iris Schmidt, Chefin des Arbeitsmarktservice in OÖ, spricht im „Krone“-Interview über die Gründe der steigenden Arbeitslosigkeit – und warum sie auch 2026 nicht so bald sinken wird.
„Krone“: Kurz vor Weihnachten gab es in Oberösterreich erneut Kündigungswellen, bei den insolventen Firmen Malzner (86 Betroffene) und Esim (105). Auch davor war 2025 von größeren Abbau-Programmen geprägt – wann hat das ein Ende?
Iris Schmidt: Der großflächige Stellenabbau begleitet uns jetzt eigentlich schon seit Mitte 2024. Es war unglaublich schwierig, sich der schwachen Wirtschaftslage inklusive der globalen Handelsprobleme zu stellen. Am Anfang haben die Unternehmen noch versucht, durch vorübergehende Freistellungen die Menschen zu halten. Aber mit fortschreitender Dauer der Rezession konnten die Unternehmen diese Strategie nicht aufrechterhalten. Das heißt, sie haben begonnen, auch zu kündigen – beginnend im produzierenden Sektor. Irgendwann war dann der Punkt erreicht, wo man gesagt hat: Ok, brauche ich so große Verwaltungsbereiche, wenn ich die Produktion schon so zurückgefahren habe? Das haben wir stark Mitte 2025 erlebt, wo die Verwaltungen verschlankt worden bzw. ins Ausland gegangen sind.
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