Mit Luftdruckgewehr

Todesschuss nach Grillerei bleibt für immer Rätsel

Oberösterreich
17.02.2026 05:00

Nach einer Grillerei im Sommer wurde in Mattighofen (OÖ) ein Rumäne (49) von seinen Arbeitskollegen tot in seinem Bett gefunden – gestorben durch das Projektil eines Luftdruckgewehrs. Wer für den Schuss verantwortlich war, bleibt für immer ungeklärt. Die Ermittlungen wurden eingestellt.

Wer gab den Schuss ab, der Andrei K. das Leben kostete? Diese Frage bleibt vermutlich für immer ungeklärt. Der 49-jährige Rumäne wurde nach einer ausgelassenen Grillerei am 7. Juli des vergangenen Jahres in Mattighofen von einem Arbeitskollegen tot in einem Bett gefunden.

Die Staatsanwaltschaft hatte zur Klärung der genauen Todesursache eine routinemäßige Obduktion des Leichnams angeordnet. Dabei kam dann ein 4,5 Millimeter großes Projektil eines Luftdruckgewehrs zum Vorschein.

An innerer Verblutung gestorben
Dieses kleine Geschoss hatte für den Arbeiter riesengroße Auswirkungen. Das Kügelchen hatte nämlich ein großes Blutgefäß im Bauchinneren verletzt, und der Rumäne starb schließlich an einer inneren Verblutung. Dieser Umstand rief die Abteilung Leib und Leben am Landeskriminalamt Oberösterreich auf den Plan.

In diesem grünen Haus am Stadtplatz von Mattighofen kam es zu dem ungeklärten Vorfall.
In diesem grünen Haus am Stadtplatz von Mattighofen kam es zu dem ungeklärten Vorfall.(Bild: Krone KREATIV/Manfred Fesl, stock.adobe.com null)
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Man hat am Ende nicht sagen können, ob es ein Unfall war oder ob jemand anderer geschossen hat.

Franz Joseph Zimmer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Ried

Als Todeswaffe konnte ein Luftdruckgewehr – so wie man es vom Jahrmarkt kennt – in einem versperrten Zimmer in dem Haus mitten am Mattighofener Stadtplatz sichergestellt werden. Auch Munition wurde im Haus gefunden und von den Ermittlern mitgenommen.

Gutachten ohne Ergebnis
Zusätzlich gab die Staatsanwaltschaft ein DNA-Gutachten in Auftrag, um klären zu können, wer die Waffe überhaupt in der Hand hatte, und zudem auch noch ein Schießgutachten. Mittlerweile sind alle Ergebnisse bei der Anklagebehörde eingelangt.

„Sie brachten aber keine zielführenden Erkenntnisse. Es gab schon Verdächtige, man konnte ihnen aber nichts nachweisen. Man hat auch am Ende der Ermittlungen nicht sagen können, ob es ein Unfall war, das Opfer selbst oder jemand anderer geschossen hat“, erklärt Franz Joseph Zimmer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Ried, auf „Krone“-Anfrage. Aus diesem Grund wurden die Ermittlungen inzwischen eingestellt.

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