Parlaments-Prügelei
Angst vor Bürgerkrieg im Osten der Ukraine
Schlägereien in der Werchovna Rada haben fast schon traurige Tradition, zeigen aber gut, wie aufgeladen die Situation zwischen den unterschiedlichen politischen Kräften in der Ukraine ist. Ein Funke genügt, und die Lage kann explodieren. Das weiß auch der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der in der "Bild"-Zeitung alle aufruft, "nicht noch mehr Öl ins Feuer" zu gießen. "Unruhestiftern", so Steinmeier, "von wem auch immer sie ihre Aufträge erhalten, darf das Feld nicht überlassen werden."
Die Regierung in Kiew beschuldigt Moskau, hinter den Unruhen im Osten zu stecken, tatsächlich dürften aber auch reiche Oligarchen aus dem Donbas ihre Finger mit im Spiel haben. Aus Diplomaten-Kreisen vor Ort ist jedenfalls zu hören, dass Arbeitslose und Studenten für ihre Teilnahme an den pro-russischen Demonstrationen bezahlt werden. Umgerechnet zwischen drei und zehn Euro pro Tag sollen sie erhalten. Unter anderem wohl auch aus Kassen der "Partei der Regionen" des gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch.
Die Aufmärsche und Besetzungen beschränken sich allerdings auf wenige Straßenzüge und Gebäude in Charkow und Donezk. Schon um die Ecke geht das Leben ganz normal weiter. Zumindest vorerst.
Die Außenminister der USA und Russlands wollen sich schon bald zu einer Krisensitzung treffen (siehe Infobox).
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.