"Lücken schließen"

Bim-Ausbau um 250 Millionen Euro neben U5-Projekt

Österreich
31.03.2014 15:52
Diese beiden Wiener Stadt-Politikerinnen werden sich wohl nicht mehr grün. Nachdem Renate Brauner (SPÖ) die U5 (Lieblingsprojekt der Genossen) verkündet hat, stellt Maria Vassilakou (Grüne) in der "Krone" ihre Öffi-Pläne vor. Sie will das Straßenbahn-Netz rasch erweitern. Wichtige Stadtviertel im 2. und 10. Bezirk sollen erschlossen werden, das Umsteigen soll durch neue Strecken leichter fallen.

Das Öffi-Netz ist sternförmig. Vom Zentrum aus schlängeln sich die Linien in alle Richtungen. Wer umsteigen will, muss meist "mit der Kirche ums Kreuz" fahren. Vassilakou will daher "die Lücken in den Querverbindungen" schließen. 

Ihre wichtigsten Anliegen: 

  • Die Wienerberg-Tangente: Eine neue Bim-Linie soll die neue U1-Station beim Verteilerkreis Favoriten über die Raxstraße und den Wienerberg mit der U6 Philadelphiabrücke verbinden. Der Vorteil: Wichtige Stadterweiterungsgebiete, die, was die Öffis betrifft, im Dämmerschlaf liegen, hätten eine echte Alternative zum Auto.
  • Verlängerung der Linie D zur Gudrunstraße im 10. Bezirk, wo im Schatten des Hauptbahnhofs neue Wohnviertel entstehen.
  • Die Linie 25 soll bis zur Seestadt Aspern (U2) verlängert werden.
  • Erschließung des Nordwestbahnhofs im 2. Bezirk durch die Linie O, 2 oder 5.

Grobe Kostenschätzung: 250 Millionen Euro. Vassilakou: "Die U5 ist gut, aber erst in zehn Jahren wird der erste Passagier drinsitzen. Was wir brauchen, ist ein ergänzendes Bim-Programm, weil Wien um 200.000 Leute wächst." Umsetzungszeit: "In den nächsten Jahren", so Vassilakou.

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