Telefone abgehört

Sarkozy verglich Justizvorgehen mit Stasi-Methoden

Ausland
20.03.2014 20:31
Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy hat das Vorgehen der Justiz des Landes mit Stasi-Methoden verglichen. In einem Artikel für die konservative Tageszeitung "Le Figaro" nahm der 59-Jährige zwei Tage vor der Kommunalwahl in Frankreich dazu Stellung, dass er von offiziellen Stellen abgehört wird.

Seit knapp zwei Wochen ist bekannt, dass die Justiz Mobiltelefone Sarkozys abhören lässt. Dabei geht es um angebliche Spenden, die Sarkozys Lager für den Präsidentschaftswahlkampf 2007 aus Libyen illegal erhalten haben könnte.

Durch die Aktion ergaben sich auch Hinweise, Sarkozy könnte Kontakte aus seiner Amtszeit genutzt haben, um einem wichtigen Staatsanwalt einen Posten als Regierungsberater in Monaco zu beschaffen. Gegenleistung des Juristen könnte der Verrat von Ermittlungsergebnissen gegen Sarkozy gewesen sein.

Sarkozy bestreitet die Vorwürfe. Jeder, der ihn anrufe, könne abgehört werden, empörte sich der konservative Politiker nun im "Figaro". Dies sei weder ein Ausschnitt aus dem Stasi-Film "Das Leben der anderen" noch die Machenschaft eines Diktators irgendwo in der Welt. "Es handelt sich hier um Frankreich", schreibt Sarkozy.

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