Sparen ist derzeit bundesweit in aller Munde. Entgegen diesem Trend jubeln allerdings die Anbieter von „verzichtbarem Luxus“ in Oberösterreich über Buchungsrekorde. Dass der heuer Sommer verregnet war, war auch ein Nachteil.
Wir sind im Prinzip ein Luxus, auf den man leicht verzichten könnte. Aber entgegen dem Trend steigt die Nachfrage“ – Alexander Pilsl, Chef im Hotel Guglwald in Schönegg im Mühlkreis, hat heuer ein Rekordjahr vor sich: „Wir sind jetzt schon 500 Nächtigungen vorne. Der verregnete Juli war für uns ein echter Segen.“
Kurzurlaube boomen
„Diese Branche profitiert vom Trend zum Kurzurlaub“, erklärt Christoph Glasner vom Oberösterreich Tourismus. So sank im vergangenen Jahrzehnt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von Urlaubern in Oberösterreich von 2,8 auf 2,4 Tage. Im Gegenzug stiegen die „Normal“-Ausgaben von 113 auf fast 200 Euro pro Tag und Person – ohne An- und Abreisekosten. Im Wellnessbereich sind diese durchaus höher.
Aktuelle Schneelage „befeuert die Buchungen“
„Und bei der Konsumation merken wir, dass die Leute mehr Geld auszugeben bereit sind“, sagt Pilsl, der weiß, dass Gäste nicht selten zwei- bis dreimal pro Jahr kommen. Ein Paar aus dem Zentralraum von OÖ ist der absolute Ausreißer in der Guglwald-Statistik: „Sie kamen 25 Mal in einem Jahr, jeweils für ein Wochenende, und wollen das offenbar noch übertreffen.“
Die Leute wollen mehr und kürzere Auszeiten im Jahresverlauf. Daher boomt Wellness nicht nur zu einer Saison.
Christoph Glasner, Oberösterreich Tourismus
Angesichts der Wintersaison ist Andreas Winklhofer, Geschäftsführer von OÖ Tourismus optimistisch: „Der vergangene Winter brachte in Oberösterreich mit 1,2 Millionen Ankünften das beste Ergebnis aller Zeiten.“ Die gute Schneelage „befeuert die Vorfreude“. So sei das lange Wochenende rund um den 8. Dezember in den klassischen Winter-Unterkünften und Wellness-Oasen in unserem Bundesland „sehr gut gebucht“.
Saisonal kaum Unterschiede
Während klassische Winter- und Sommerunterkünfte auf Saisongäste angewiesen sind, habe dies beim Wellness-Angebot keine so starke Bedeutung mehr. Vor allem, weil hier die Inlandsgäste noch mehr Bedeutung haben, so kommen etwa im Guglwald 62 Prozent der Besucher aus OÖ.
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