
Martin ist 9 Jahre alt und lebt gemeinsam mit seinen Eltern in Parndorf. Martin ist Autist und nimmt die Welt auf seine ganz eigene, besondere Weise wahr. Ein Assistenzhund könnte ihm helfen, sich in der Welt leichter zurechtzufinden.
Etwa ab dem vierten Lebensmonat bemerkte seine Mama Desiree, dass Martin viel in seinem Bettchen lag und oft ins Leere starrte. „Wenn ich mit ihm sprach oder ihm etwas zeigen wollte, folgte sein Blick mir nicht, als wäre er noch nicht ganz in dieser Welt angekommen“, erzählt sie. Mit etwa sechs Monaten fiel ihr auf, dass er nicht wie andere Babys auf Bewegungen oder seinen Namen reagierte. Das Krabbeln begann verspätet, ebenso das Gehen. Besonders auffällig war, dass Martin eine große Faszination für drehende Gegenstände hatte – Räder, Kreisel oder die Waschmaschine. Wenn das aber aufhörte, reagierte er mit Weinen, Verzweiflung und schlug seinen Kopf gegen den Boden oder die Wand.
Auch mit Veränderungen konnte er von ganz klein auf schlecht umgehen. Sogar, wenn seine Mama nur die Straßenseite wechselte, reagierte er mit Schreien und hin und her werfen im Kinderwagen.
Unruhige Nächte ab dem dritten Lebensjahr
Als Martin etwa zwei Jahre alt war, begannen die Nächte sehr unruhig zu werden. Er schrie oft, schlug sich den Kopf an der Wand und konnte kaum schlafen. „Die Kinderärztin riet uns, den Mittagsschlaf zu reduzieren und aufs Fernsehen zu verzichten. Das half zwar ein bisschen, aber bei Aufregung kehrten die Nachtschrecke immer wieder zurück“, erzählt Mama Desiree.
Irgendwann wollte sie wissen, was mit ihrem Sohn los sei und fing an im Internet zu recherchieren. Dabei stieß sie relativ schnell auf das Wort „Autismus“. Doch im Autismuszentrum belief sich die Wartezeit auf zwei bis drei Jahre. Also meldete sich die Familie in der Siegmund-Freud-Ambulanz bei Dr. Beatrix Fiegl an.
Diagnose „Autismus“ mit drei Jahren
In mehreren Sitzungen wurde Martin dort getestet, und es stellte sich heraus, dass er eine ausgeprägte Form des frühkindlichen Autismus hat. Zu dieser Zeit war er etwa drei Jahre alt. „Meine Sorge war, dass er nicht selbstständig werden würde“, gesteht Desiree Haas.
Förderung, so gut wie möglich
Seit der Diagnose ist sehr viel passiert. Martin erhält seit Jahren verschiedene Therapien – Ergotherapie, Cranio-Sacral-Therapie, Physiotherapie, Logopädie, Spieltherapie sowie Spielgruppen beim Hilfswerk und seit zwei Monaten auch Psychotherapie. Es wird versucht, ihn bestmöglich zu fördern. Und es hilft. Martin ist trocken und spricht fließend. Dennoch braucht er im Alltag weiterhin Unterstützung.
Herausforderungen im Alltag und in der Schule
Martins größtes Problem sind seine emotionalen Ausbrüche, die sogenannten Meltdowns. Sie beginnen oft mit lautem Schimpfen und enden in heftigen Aggressionsanfällen, die sich gegen ihn selbst, aber auch gegen seine Mama und seit neustem gegen die Schulassistenz richten können.
Auffällig ist, dass Martins Aggressionen nie gegen Tiere gerichtet sind. Im Gegenteil – Hunde üben eine erstaunlich beruhigende Wirkung auf ihn aus. „Mehrmals konnte ich beobachten, dass Hunde von Nachbarn oder Freunden ihm halfen, sich rasch wieder zu entspannen und herunterzukommen“, erzählt seine Mama.
Warum ein Assistenzhund
Ein Assistenzhund würde Martin auf vielen Ebenen helfen. Er könnte ihm in schwierigen Momenten Sicherheit geben, ihn beruhigen und Spannungen abbauen. Der Hund wäre ein treuer Begleiter, der ihn durch den Tag führt, Struktur bietet und durch seine bloße Anwesenheit Stress und Ängste mindert.
Auch im schulischen Alltag und in öffentlichen Situationen würde ein Assistenzhund Martin helfen, sich sicherer zu fühlen und Übergänge besser zu bewältigen. Er könnte zudem eine Brücke zwischen Martin und anderen Menschen sein – da Tiere für Martin eine der wenigen, vollkommen angstfreien Begegnungen darstellen.
Seine Eltern möchten Martin durch einen Assistenzhund mehr Ruhe, Selbstvertrauen und Freude am Leben ermöglichen. Aber alles in allem kostet so ein Hund um die 30.000 Euro. Geld, das die Familie nicht hat.
Ein besonderer Bub, der Hilfe braucht
Martin ist ein besonderer Bub – sensibel, klug und mit einem tiefen Gespür für Stimmungen. Er hat schon viele Hürden gemeistert, und ein Assistenzhund wäre für ihn nicht nur eine Unterstützung, sondern ein echter Freund, der ihm Sicherheit, Stabilität und Vertrauen schenkt.
Deshalb bitten wir die Krone Familie zu helfen. Vielleicht können wir Martin – und seinen Eltern – das Leben ein bisschen erleichtern.

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