„Alles erreicht“

Orbáns Minister frohlockt nach Besuch bei Putin

Außenpolitik
28.11.2025 19:55

Zuerst lange Geheimhaltung und nun sofortiger öffentlicher Jubel nach dem Termin im Kreml: Die ungarische Regierung hat unmittelbar nach einem dreistündigen Treffen zwischen Ministerpräsident Viktor Orbán und Russlands Präsident Wladimir Putin die wichtigsten Ergebnisse präsentiert. Außenminister Péter Szijjártó erklärte in einem auf Facebook präsentierten Video: „Wir haben alles erreicht, was wir wollten.“

„Die vertraglich vereinbarten Mengen und der Zeitplan bei Erdgas und Erdöl werden eingehalten“, betonte Szijjártó vor dem Kreml stehend. Die Szene erinnerte an einen Live-Bericht von Auslandskorrespondenten in den TV-Nachrichten. Orbáns Minister erinnerte in diesem Zusammenhang an das kürzlich absolvierte Treffen des Regierungschefs mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus, wo ähnlich Erfolgsmeldungen verbreitet worden waren. Ungarn bleibt, wie berichtet, von US-Sanktion bezüglich russischer Energielieferungen verschont.

Ungarns Außenminister Péter Szijjártó
Ungarns Außenminister Péter Szijjártó(Bild: AP/Alexander Kazakov)

„Die Energieversorgung des Landes ist weiterhin gesichert“, so Szijjártó am Freitagabend. Das bedeute, dass auch die Gefahr gebannt worden sei, dass „womöglich schon zu Weihnachten die Energiekosten für die ungarische Bevölkerung auf das Dreifache steigen“.

Ukraine-Gipfel „nur“ in Budapest?
Das Werben Orbáns für seine Hauptstadt als Ort von Ukraine-Friedensverhandlungen dürfte ebenfalls auf Wohlwollen gestoßen sein. Der ungarische Außenminister sagte nämlich, dass Kreml-Chef Putin versprochen habe, dass die Konferenz „auf jeden Fall“ in Budapest abgehalten werde.

Zuletzt unterstützte Orban den ursprünglichen US-Friedensplan für ein Ende des Kriegs in der Ukraine, den Kritiker als russische Wunschliste bezeichneten. Bei Nachverhandlungen mit Europäern und Ukrainern sollen einige Punkte entschärft worden sein. Russland will zu dem Plan nächste Woche Gespräche mit US-Vertretern in Moskau führen. Orbán behauptete, die EU hätte den ursprünglichen Trump-Plan „sabotiert“, weil sie den Krieg fortsetzen wolle.

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