Andere Kinder bleiben

Land holte burgenländische Kids aus betreuter WG

Burgenland
29.11.2025 11:00
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Sozialarbeiter des Landes Burgenland haben sieben Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren aus einer sozialtherapeutischen Wohngemeinschaft im Bezirk Mattersburg geholt und in eine andere Betreuungseinrichtung übersiedelt. Jugendliche aus anderen Bundesländern bleiben.

Laut Landesmedienservice habe „eine Reihe von Mängeln“ die Kinder- und Jugendabteilung des Landes, die als Aufsichtsbehörde fungiert, zum Handeln am vergangenen Mittwoch veranlasst.

Kritisiert wird unter anderem der unzureichende Personaleinsatz. Er entspreche weder qualitativ noch quantitativ den Anforderungen. Auch strukturelle Rahmenbedingungen hätten einer hochwertigen Betreuung entgegengestanden. Zudem seien behördliche Auflagen „nachweislich“ nicht eingehalten worden. Das Vertrauen in die Einrichtung sei nicht mehr gegeben. Deshalb wurden die Minderjährigen unverzüglich verlegt.

Die Kinder wurden bereits in ihren Familien traumatisiert.
Die Kinder wurden bereits in ihren Familien traumatisiert.(Bild: stock.adobe.com null)

Andere Bundesländer reagieren gelassen
Drei Jugendliche aus Niederösterreich und der Steiermark bleiben hingegen in der betreuten WG. Der Grund: Die zuständigen Behörden dieser Bundesländer sahen im Vergleich zum Land Burgenland keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Auch der wirtschaftliche Leiter der Einrichtung zeigt sich überrascht und kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen. Er ist aber bereit, alles zur Aufklärung beizutragen.

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