Pontifex in Socken
Papst Leo XIV. besuchte Blaue Moschee in Istanbul
Papst Leo XIV. hat am Samstag im Rahmen seiner Türkei-Reise die Sultan-Ahmet-Moschee in Istanbul besucht. Der Chef der staatlichen Religionsbehörde Diyanet empfing das Oberhaupt der katholischen Kirche in dem auch als Blaue Moschee bekannten islamischen Gotteshaus im Zentrum der Millionenmetropole. Leo betrat das Gebäude vorschriftsgemäß ohne Schuhe.
Der Besuch fand unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Die Sultan-Ahmet-Moschee ist eine der berühmtesten Moscheen Istanbuls und eine der bedeutendsten Moscheen der islamischen Welt. Sie liegt in unmittelbarer Nähe zur Hagia Sophia. Im Gegensatz zu seinen zwei Vorgängern Benedikt XVI. (2006) und Franziskus (2014) besucht Leo letztere während seiner Türkei-Visite jedoch nicht. Die frühere Kathedrale wurde 2020 in eine Moschee umgewandelt, nachdem sie seit 1934 ein Museum gewesen war.
„Besuch in der Moschee in Stille“
Nach dem Besuch der Blauen Moschee hieß es vom Vatikan: „Der Papst erlebte seinen Besuch in der Moschee in Stille, in einem Geist der Betrachtung und des Zuhörens, mit tiefem Respekt vor dem Ort und dem Glauben derjenigen, die sich dort zum Gebet versammeln.“

Leos Vorgänger als Papst, Benedikt XVI. und Franziskus, hatten während ihrer Besuche in dem islamischen Gotteshaus damals jeweils für einen Moment des stillen Gebets genutzt. Franziskus sorgte 2014 etwa für Aufsehen als er sein Haupt gen Mekka neigte und damit demonstrativ seinen Respekt vor dem Islam bekundete.
Treffen mit Patriarch Bartholomaios I.
Für den Nachmittag war ein Treffen des Papstes mit dem griechisch-orthodoxen Patriarchen Bartholomaios I. geplant. Dabei sollte eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet werden. Die orthodoxen Kirchen sind seit der Kirchenspaltung (Schisma) vor fast 1.000 Jahren eigenständig: Im Jahr 1054 hatten sich die Oberhäupter der Ostkirche in Byzanz und der Westkirche in Rom gegenseitig exkommuniziert.

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