Frau (41) vor Gericht

„Polizei fühlt sich bei Kleinigkeiten provoziert“

Vorarlberg
04.11.2025 06:00
Porträt von Chantal Dorn
Von Chantal Dorn

Eine 41-jährige Bregenzerin, die sich derzeit wegen zwei Vorfällen am Landesgericht Feldkirch verantworten muss, behauptet, dass Polizeibeamte ihr im Zuge der Verhaftung das Handgelenk gebrochen hätten.

Mit der Polizei verbindet die 41-Jährige ein ganz eigenes Verhältnis. „Die warten doch nur darauf, dass ich aus dem Haus gehe. Wegen jeder Kleinigkeit fühlen sie sich von mir provoziert“, sagt die Bregenzerin mit einem bitteren Lächeln in der Verhandlung am Landesgericht Feldkirch. 13 Vorstrafen zieren ihr Register – und immer wieder spielt Alkohol eine unrühmliche Rolle.

So auch bei den beiden Vorfällen in diesem Sommer, die sie erneut vor Gericht gebracht haben. „Ja, wir hatten ein bisschen was getrunken“, doch was danach genau geschah, liegt für sie im Nebel. Eigentlich habe sie sich nur einen Döner holen wollen – mit dem Fahrrad. „Die Polizisten haben mich regelrecht verfolgt!“, behauptet die Frau.

Verstärkung musste angefordert werden
Kaum sei sie losgefahren, habe schon das Blaulicht aufgeleuchtet. Der Alkotest – natürlich positiv. Das Fahrrad musste stehen bleiben, sie selbst wurde in Handschellen gelegt. „Ich hatte solche Schmerzen an der rechten Hand“, klagt die 41-Jährige. Ein beteiligter Beamter hingegen sagt aus, es habe keine andere Möglichkeit gegeben, die Frau zu bändigen. Man habe sie „vorsichtig“ gefesselt.

Kurz darauf kündigte die Frau an, Anzeige gegen die Polizei zu erstatten – sie behauptete, die Beamten hätten ihr das Handgelenk gebrochen. Der Einsatz eskalierte derart, dass Verstärkung angefordert werden musste: Sechs Polizisten standen schlussendlich einer tobenden Frau gegenüber.

Weitere Zeugenaussagen nötig
Auch der zweite Vorfall folgt einem ähnlichen Drehbuch – nur diesmal an einer Tankstelle. Wieder war Alkohol im Spiel, wieder mündete ein Streit mit einem Polizisten in Handgreiflichkeiten. „Er hat mir drei Watschen gegeben – da hab’ ich mich gewehrt“, erzählt sie. Eine Bierdose soll ebenfalls geflogen sein. Weitere Zeugen müssen vernommen werden, am 25. November wird der Prozess fortgesetzt.

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