Google, Xing & Co.

Personaler überprüfen Bewerber immer öfter online

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07.02.2014 08:42
Personalverantwortliche überprüfen fast die Hälfte ihrer Bewerber im Internet. Bei rund einem Drittel der Fälle hat die Online-Recherche auch direkte Auswirkungen auf den Bewerbungsprozess. Das ergab eine Marketagent.com-Studie im Auftrag der Initiative Saferinternet.at unter 299 Personalverantwortlichen österreichischer Unternehmen.

In 72 Prozent der Fälle googelten Personalverantwortliche potenzielle Mitarbeiter bereits vor den ersten Bewerbungsgesprächen. 29 Prozent der Befragten gaben an, dass die Überprüfung des Online-Auftritts Konsequenzen für den Bewerbungsprozess habe - mehrheitlich positiv für die Bewerber.

Negative Auswirkungen für jeden achten Bewerber
In zwölf Prozent wirkte sich die Online-Recherche allerdings negativ auf die Chancen der Jobsuchenden aus. Hauptgründe dafür waren vor allem Informationen, die auf falsche Angaben in Lebenslauf oder Bewerbung hinweisen, derbe oder diskriminierende Sprüche sowie die Darstellung von Alkohol- oder Drogenmissbrauch.

Ein "klinisch reiner Internetauftritt" werde jedoch nicht verlangt, sagte Bernhard Jungwirth, Koordinator von Saferinternet.at. Findet ein Personalverantwortlicher nichts oder weniger über einen Bewerber im Internet, wird dies auch eher positiv interpretiert.

Personaler nutzen Suchmaschinen und Netzwerke
Um sich ein Bild vom jeweiligen Bewerber zu machen, werden vor allem Suchmaschinen wie Google oder Bing (76 Prozent), soziale Netzwerke (61 Prozent) oder Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn (44 Prozent) durchforstet.

Personalverantwortliche gaben an, sich in erster Linie einen allgemeinen Eindruck über die Persönlichkeit des Bewerbers machen zu wollen. Auf Platz zwei und drei der Gründe folgten allgemeine Neugierde (48 Prozent) und ein Interesse am Verhalten des Bewerbers im Internet (38 Prozent).

Kommentare und Postings am interessantesten
Der Fokus liegt laut Umfrage hauptsächlich auf Kommentaren und Postings der Bewerber. "Ehrenamtliches Engagement wird immer mehr berücksichtigt", sagte Maximilian Schubert, Generalsekretär der ISPA (Internet Service Providers Austria).

Ob der Online-Auftritt der Bewerber überprüft wird, ist branchenabhängig. So recherchieren Personalverantwortliche von Software-, IT- und Telekommunikationsunternehmen mit 68 Prozent am häufigsten im Internet, im Handel sind es mit einem Viertel am wenigsten.

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