Keim in einer Probe

Babynahrung schneidet im Test weitgehend gut ab

Österreich
24.09.2025 10:01
Porträt von krone.at
Von krone.at

Acht von zehn Babys in Österreich bekommen laut einer Studie Säuglingsanfangsnahrung. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) und die Stiftung Warentest haben nun 17 Produkte unter die Lupe genommen. Elf schnitten gut ab, sechs durchschnittlich.

Besonders gut sind die Ergebnisse bei der ernährungsphysiologischen Qualität. Keine Beanstandungen hatten die Konsumentenschützerinnen und Konsumentenschützer bei Schadstoffen wie Blei, aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH) und dem Schimmelpilz Aflatoxin M1. Allerdings wurde in einer Mischprobe aus drei Verpackungen der Keim Cronobacter entdeckt. Eine Infektion damit ist sehr selten, aber für Babys mit einem Geburtsgewicht von unter 2500 Gramm oder geschwächtem Immunsystem vor allem in den ersten beiden Lebensmonaten gefährlich. Der Hersteller teilte mit, die betroffene Ware vorsorglich aus dem Handel genommen zu haben.

Darüber hinaus fand der Konsumentenschutz in fast allen Anfangsnahrungen sogenannte Ewigkeitschemikalien oder polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS). Fünf Proben stachen dabei besonders hervor. „Auch wenn die in einigen Produkten nachgewiesenen PFAS-Gehalte vergleichsweise hoch sind, ist unserer Ansicht nach eine Ernährung damit vertretbar“, hieß es. Zu hinterfragen sei, warum es manche Hersteller schafften, mit geringeren PFAS-Gehalten zu produzieren als andere.

Große Unterschiede beim Preis
Beim Preis zeigten sich große Unterschiede. Umgerechnet auf den Monatsbedarf kostet eine Anfangsmilch beispielsweise 135 Euro und ist damit knapp dreimal so teuer wie eine andere gut bewertete um 42 Euro. Die gleichen Produkte kommen zudem in Österreich teils deutlich teurer als im Nachbarland Deutschland. Ein Produkt in Deutschland ist etwa pro Kilo um 4,63 Euro günstiger.

Generell empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), Babys während der ersten sechs Monate ausschließlich zu stillen. Das Stillen sollte nach der Einführung von Beikost dann noch zwei Jahre oder länger fortgeführt werden.

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