Effekt hält zwei Jahre

Eingehen einer Partnerschaft erhöht Zufriedenheit

Leben
23.09.2025 11:52
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Von krone.at

Wer eine Partnerschaft eingeht, ist laut einer neuen Studie zufriedener als als Single. Der positive Effekt hält mindestens zwei Jahre an. „Der Anstieg ist unabhängig von Alter, Geschlecht, Einkommen oder Bildung“, sagte Co-Studienautorin Theresa Entringer von der Universität Greifswald.

Das Forschungsteam hat die Daten von 1103 Menschen in Deutschland und Großbritannien analysiert. In zwei früheren Studien wurden die Personen wiederholt zu ihren Lebensbedingungen, ihrer Zufriedenheit und anderen Aspekten befragt. Diejenigen, die bei mindestens einem der jährlichen Interviews als Singles alleine gelebt hatten und in den kommenden beiden Jahren eine Partnerschaft eingingen und mit ihrer Partnerin beziehungsweise ihrem Partner zusammenzogen, wurden näher betrachtet. 

Dabei zeigte sich, dass das Eingehen einer Beziehung zu mehr Zufriedenheit führte. „Der Beginn einer Partnerschaft ist der Wendepunkt für die Lebenszufriedenheit und dies zum Guten – das Zusammenziehen bringt vor allem Stabilität. Das geht deutlich aus den Daten hervor“, sagte Erstautor Usama El-Awad von der Universität Bielefeld. 

Zitat Icon

Der Beginn einer Partnerschaft ist der Wendepunkt für die Lebenszufriedenheit und dies zum Guten – das Zusammenziehen bringt vor allem Stabilität.  

Studienautor Usama El-Awad, Universität Bielefeld

Ehe hatte keinen Effekt
Eine Eheschließung hatte hingegen keinen zusätzlichen Effekt auf die Zufriedenheit. „Die Eheschließung ist heute zumindest in den ersten Jahren der Beziehung weniger wichtig als früher, was wahrscheinlich an gesellschaftlichem Wandel und wachsender Akzeptanz nichtehelicher Lebensgemeinschaften liegt“, sagte El-Award. Effekte konnten noch in Daten aus früheren Erhebungen (1993) nachgewiesen werden.

Nach dem Eingehen einer Partnerschaft untersuchten die Forscherinnen und Forscher noch den Zeitraum von zwei weiteren Jahren. Ein Teil der Menschen heiratete, die Mehrheit blieb ein Paar.

Grundlage der Auswertung waren das deutsche Sozio-oekonomische Panel (SOEP) und die britische Langzeitstudie „Understanding Society“ (UKHLS). Die Studie wurde gemeinsam von den deutschen Universitäten Bielefeld, Greifswald sowie der britischen University of Warwick durchgeführt.

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