Nach jahrzehntelangen Diskussionen ist die Fürstenfelder Schnellstraße S7 fertiggestellt: 28,4 Kilometer und fast 900 Millionen Euro Investition sollen künftig für kürzere Fahrzeiten, weniger Verkehr in den Ortskernen und neue Impulse für die regionale Wirtschaft sorgen.
Exakt 28,4 Kilometer Asphalt, rund 900 Millionen Euro Investition, ein Vierteljahrhundert Planung und ab 20. September durchgehend befahrbar: Die Fürstenfelder Schnellstraße S7 ist Realität. Ab Samstag, 14 Uhr, verbindet sie Ilz mit Heiligenkreuz und damit die Steiermark und das Burgenland ebenso wie Österreich und Ungarn. Der neue Ostabschnitt schließt an den Tunnel Rudersdorf an und führt 13,5 Kilometer bis zur Grenze.
Statt 30 nur 17 Minuten bis zur ungarischen Grenze
Die Dimensionen: 59 Brücken, zwei Unterflurtrassen, darunter der 2,9 Kilometer lange Tunnel Rudersdorf – erster Straßentunnel im Burgenland -, 570.000 Kubikmeter Beton und 1.300 Kilometer Kabel. Für Pendler und Lkw-Fahrer bedeutet das: kürzere Fahrzeiten, weniger Stop-and-go, Entlastung in Fürstenfeld, Großwilfersdorf und Rudersdorf. Statt 30 Minuten auf der Landstraße dauert die Strecke nun 17 Minuten.
Auch die Bürgermeister ziehen eine positive Bilanz. Rudersdorfs Ortschef David Venus: „Der Durchzugsverkehr hat deutlich abgenommen. Unternehmen profitieren von der besseren Erreichbarkeit, und auch für Pendler ist die Verbindung schneller geworden.“ Heiligenkreuz Bürgermeister Eduard Zach: „Für die ganze Region ist die S7 von großer Bedeutung. Diese Straße ist nachhaltig geplant, die Ausgleichsmaßnahmen sind beachtlich. Man sieht, dass hier in die Zukunft investiert wurde.“
Asfinag: Augenmerk auf Nachhaltigkeit
Ökologisch wurden 100 Hektar Boden versiegelt, zugleich 530 Hektar Ausgleichsflächen geschaffen. Wälder, Wiesen, Feuchtgebiete, Amphibien-Leitsysteme, Wildquerungen und Fledermaustunnel sollen Lebensräume sichern. Kritiker sprechen von „ökologischer Kosmetik“, die Asfinag von einem Vorzeigeprojekt.
Hanke: „Wichtigen Meilenstein für die Zukunft der Region“
Die S7 gilt zudem als Wirtschaftsmotor: Vier neue Gewerbeparks, Tankstellen, Gastronomie und Park&Ride-Anlagen sollen Firmen anziehen und Jobs schaffen. Auch die Politik betonte die Bedeutung der neuen Verbindung. Verkehrsminister Peter Hanke sprach von einem wichtigen Schritt für die wirtschaftliche Entwicklung und eine nachhaltige Zukunft. Burgenlands Landesrat Heinrich Dorner verwies auf die Entlastung der Ortschaften und die Impulse durch die Bauphase. Steiermarks Landeshauptmann Mario Kunasek hob die bessere Sicherheit und höhere Lebensqualität durch weniger Staus und Lärm hervor.
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