„Limit überschritten“

Illegale Farm! Hühnerjagd mitten im Stadtgebiet

Burgenland
09.05.2026 04:59

Der Ärger mit dem Federvieh mitten im niederösterreichischen Jennersdorf zieht sich bereits lange hin. Man habe versucht, das Ganze „im Guten“ zu regeln, hieß es, doch schlussendlich mussten die Behörden eingreifen. Zwangsräumung! Die Feuerwehr musste die gefiederten „Randalierer“ einfangen.

Der Ärger mit Federvieh mitten in Jennersdorf zieht sich bereits lange hin. Zum Leidwesen der Anrainer treiben sich Dutzende Hühner und überraschend viele Gockelhähne nicht nur auf dem Anwesen zweier Schwestern im dicht besiedelten Bauland-Wohngebiet herum, sondern begeben sich auch auf Abwege und machen andere Grundstücke unsicher.

Hühner liefen bis zu Einkaufszentrum
„Das Geflügel büxt unentwegt aus. Gärten werden verschandelt, Gemüsebeete beackert, Blumen zerfleddert. Die Hühner flattern bis in die Wipfel unserer Bäume und lassen sich dort zum Rasten nieder“, berichten verzweifelte Nachbarn. Im Umkreis von einem Kilometer wurden immer wieder Schäden gemeldet. Bis zum nächstgelegenen Einkaufszentrum und zur Schule hinterließen die gefiederten „Rowdys“ ihre Spuren.

Lärm für Anrainer unerträglich
„In den meisten Fällen bleibt viel Schmutz zurück. Abgesehen davon, haben die Hühner unter anderem einen Rohbau heimgesucht, die Fassadenplatten aufgepickt und gefressen. Das kommt den Besitzern teuer zu stehen“, lautet eine von etlichen Beschwerden. Geschweige denn der tierische Lärm, der so manchem Anrainer den Schlaf raubt.

Einsatz der Feuerwehr gemeinsam mit der Amtstierärztin.
Einsatz der Feuerwehr gemeinsam mit der Amtstierärztin.(Bild: Christian Schulter)

Limit an Tieren überschritten
Eine „Hendl-Razzia“ hat bereits 2024 stattgefunden. Die ungebetenen gefiederten Gäste sind eingefangen und ordnungsgemäß an einen anderen Standort verlegt worden. Doch der Fall ist nicht abgeschlossen. Die Hühnerfarm nahm erneut Ausmaße an, die nicht erlaubt sind. „Eine geringe Zahl an Hühnern, die als Haustiere gelten, wäre möglich. Doch dieses Limit wurde weit überschritten“, heißt es von der Behörde.

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Wir haben versucht, die Sache im Guten zu regeln. Das Verständnis für behördliche Vorgaben hielt sich in Grenzen. Jetzt mussten wir per Bescheid eingreifen.

Reinhard Deutsch, Bürgermeister von Jennersdorf

Zwangsräumung angeordnet
Laut Bürgermeister Reinhard Deutsch ist seit zwei Jahren versucht worden, die Angelegenheit im Guten zu regeln. Da sich an dem Grundproblem jedoch nichts geändert habe, sei per Bescheid eine kostenpflichtige Zwangsräumung angeordnet worden. Donnerstag, am späten Nachmittag, rückten sieben Mann der Stadtfeuerwehr aus, um vorerst 60 Hühner und Hähne mithilfe von Fangnetzen zu erwischen. Bis zu 40 Stück dürften sich noch auf dem Anwesen aufhalten.

„Teils wurden Hühner ins Wohnhaus getragen, um sie zu verstecken“, berichten die Einsatzkräfte. Die Polizei und die Amtstierärztin überwachten das Einschreiten der Behörde. Das abtransportierte Federvieh wurde vorläufig zu einem ehemaligen Züchter in Rax-Bergen gebracht. Fortsetzung folgt!

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