Managerin angezeigt

Betrugskrimi im Verein: Gemeinden zahlen drauf

Oberösterreich
19.09.2025 09:00

In die Länge zieht sich die Aufarbeitung der Betrugsvorwürfe beim Regionalverein „Mühvliertler Kernland“. Vor einem Jahr wurde die Geschäftsführerin entlassen, weil sie einen hohen Betrag abgezweigt haben soll. Während die Justiz ermittelt, berät der Vorstand über die Schadenswiedergutmachung. 

Genau ein Jahr nach dem Auffliegen der Betrugsvorwürfe und der Trennung von der damaligen Geschäftsführerin kann der mit EU- und Gemeindegeldern geförderte Regionalverein „Mühlviertler Kernland“ noch immer nicht zur Normalität zurückkehren. Immer wieder muss der aus 18 Bürgermeistern bestehende Vereinsvorstand Sondersitzungen einberufen. 

Managerin zahlte Teil zurück
Die Ex-Managerin soll zwar rund 150.000 Euro zurückbezahlt haben, der Schaden und die Aufarbeitung der Causa samt Anwaltskosten dürfte aber um ein Vielfaches höher sein. Kolportiert wird die Summe von 750.000 Euro. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen noch. Für die Managerin gilt die Unschuldsvermutung.

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Der Ball liegt bei der Polizei, die Ermittlungen laufen. Der Vereinsbetrieb läuft weiter. Projekte werden gefördert.

Fritz Robeischl, Obmann

Obmann und Bürgermeister Fritz Robeischl (ÖVP) aus Pregarten gibt sich angesichts der laufenden Ermittlungen bedeckt, er sagt aber: „Der Verein läuft, mit Geldern aus dem EU-Topf können wir auch weiterhin Projekte umsetzen.“ Aus dem Vereinsumfeld ist zu hören, dass ein Konkursverfahren nicht in Erwägung gezogen wird. Fix geplante oder anstehende Projekte könnten floppen. Stattdessen soll der Schaden durch eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge für die 18 Gemeinden und Städte beglichen werden. Statt zwei Euro pro Einwohner sollen sie künftig drei Euro in die Kasse des Vereins einzahlen.

Auch die Aufnahme eines Kredits von 250.000 Euro ist im Gespräch. Die Gemeinden sollen dafür haften. Für beide Vorhaben bedarf es einer Zustimmung der jeweiligen Gemeinderäte. Debatten sind vorprogrammiert. Ein Großteil der Gemeinden ist in den Härteausgleich gerutscht und hat kaum finanziellen Spielraum

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