Auch wenn´s am Morgen noch sehr kalt draußen ist – der Countdown läuft zur Eröffnung der Badesaison. Am 1. Mai öffnen die ersten Freizeitoasen, doch es spießt sich immer öfter am Geld und Personal. Jetzt sind teils kreative Lösungen gefragt, damit das Geplantsche nicht ins Wasser fällt.
Die Freibadsaison rückt immer näher. Bereits am kommenden Freitag, 1. Mai, öffnen vielerorts die Freizeitoasen, etwa in Wels, wo im Welldorado die mittlerweile 70. Jubiläumssaison eingeläutet wird. Auch in Braunau am Inn oder Sankt Florian bei Linz erfolgt der Badeauftakt am Staatsfeiertag.
Teils erst Ende Mai Saisonstart
Eine Woche später sperrt in Steyr das Freibad in der Haratzmüllerstraße auf – je nach Wetter entweder am 9. oder sonst am 11. Mai. In Laakirchen wird der Sprung ins kühle Nass dann ab dem 22. Mai möglich sein.
Später aufsperren spart Geld
Falls das Wetter mitspielt, soll es schon sechs Tage davor in Ried im Innkreis losgehen. „Aus Kostengründen haben wir den Saisonauftakt auf Mitte Mai verlegt, weil wir uns zwei Wochen Personal- und Energiekosten sparen. In den vergangenen Jahren war das Wetter Anfang Mai auch nicht besonders“, hofft ÖVP-Bürgermeister Bernhard Zwielehner auf einen geringeren Abgang als im Vorjahr. Da lag das Minus bei knapp einer halben Million Euro. Für mehr Badegäste soll eine neue Gemeindekooperation sorgen. „Das Kombi-Ticket gilt nicht mehr nur für die Rieder, sondern auch für alle Jahreskartenbesitzer der Gemeinden St. Martin im Innkreis, Aurolzmünster, Waldzell und Eberschwang. Gegen einen geringen Aufpreis von rund 40 Euro können sie an Schlechtwetter-Tagen das Hallenbad benutzen“, erläutert Zwielehner. Besonders Hartgesottenen stellt die Stadt gegen eine Kaution und eine Gebühr von insgesamt 30 Euro auch einen Chip zur Verfügung. Mit diesem lassen sich auch bei miesem Wetter die Eingangstore für das an sich geschlossene Freibad öffnen.
Ehrenamtliche leiten das Buffet im Retro-Stil
Besonders kreativ zeigen sich die Prambachkirchner bei den Planungen für die Freibadsaison. Auf Initiative von Landwirtin Karin Bernauer formierte sich eine rund 20-köpfige Gruppe ehrenamtlicher Helfer. Sie übernehmen die Leitung des Badbuffets, das künftig den Namen „BadeZimmer“ tragen wird. „Unsere Gäste sollen sich wie daheim in ihrem Bad oder Wohnzimmer wohlfühlen“, erklärt Evelyn Kreinecker, die beim Projekt anpackt. Die freiwilligen Helfer haben sich für eine Einrichtung im Vintage-Stil entschlossen und in ganz Oberösterreich Möbel und Geschirr im Retro-Look sowie Fotos und Fundstücke der vergangenen Freibadjahre gesammelt. „Unser Bad gibt es schon sehr lange. Dementsprechend haben viele daran auch ihre Kindheitserinnerungen, die wir wecken wollen“, erklärt Kreinecker. Vorerst wollen die Freiwilligen „nur“ während der Badetage aufsperren. Ziel sind Öffnungszeiten auch außerhalb der Saison sowie die Abhaltung kleinerer Veranstaltungen.
Erfolg in letzter Minute
Nicht in allen Gemeinden läuft die Suche nach einem Pächter so rund. In Grünau im Almtal etwa drohte das Bad geschlossen zu bleiben, da sich lange Zeit kein Betreiber für die Gastronomie finden ließ. „Jetzt haben wir doch noch einen Nachfolger gefunden“, ist Bürgermeister Klaus Kramesberger (SPÖ) erleichtert.
Eine ungewöhnlich lange Pause gibt es in Obernberg am Inn. Wegen Umbauarbeiten blieb das Bad letztes Jahr geschlossen. „Die Arbeiten dauern noch, für den August ist ein Soft Opening geplant“, sehnt Ortschef Martin Bruckbauer (Bürgerliste) den Saisonstart herbei.
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