Beim Harder Verpackungsspezialisten „Alpla“ (Vorarlberg) wurde vor kurzem das 70-jährige Bestehen gefeiert. CEO Philipp Lehner blickte nicht nur auf die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte des Vorarlberger Familienunternehmens zurück.
Das 1955 in einer Waschküche in Hard am Bodensee gegründete Familienunternehmen hat sich in den vergangenen 70 Jahren zum Global Player mit 200 Standorten in 46 Ländern entwickelt. Mehr als 24.000 Beschäftigte sind in den rund 200 Niederlassungen in 46 Ländern tätig. Verpackungen von „Alpla“ haben täglich Milliarden Menschen in der Hand – beispielsweise, wenn sie im Haushalt tätig sind. Die meisten Flaschen, in denen Wasch- und Reinigungsmittel abgefüllt sind, werden nämlich in einem der Werke des Verpackungsriesen hergestellt.
Der Aufstieg zum Global Player war bei der Gründung durch die Brüder Alwin und Helmuth Lehner 1955 noch nicht abzusehen – dieser ist aber alles andere als ein Zufall: Mit Technikbegeisterung, Pioniergeist und Teamspirit gelang der beispielhafte Aufstieg vom kleinen Familienbetrieb zum weltweit tätigen Technologiemarktführer für starre Kunststoffverpackungen. Bereits das erste Geschäftsjahr verlief ganz nach Wunsch: Die Investition in eine Spritzgussmaschine machte sich bezahlt. Alwin Lehner konnte seinen Zweitjob beenden, mehr Personal wurde benötigt. Da es im elterliche Wohnhaus allmählich zu eng wurde, musste dies schon bald ausgebaut werden.
Geburtsstunde der ersten Zwei-Stufen-PET-Flasche
Drei Jahre nach der Gründung wurden die ersten Flaschen für Glasreiniger produziert – keine einfache Sache, denn die dafür erworbene Maschine produzierte nicht das qualitativ gewünschte Ergebnis. Nach längerem Tüfteln entwickelte Alwin Lehner schließlich seine eigene „Extrusionsblasmaschine Alplamat“.
Mit dieser war es möglich, Kunststoffflaschen in verschiedenen Größen herzustellen. In den 60er Jahren kam ein hydraulisches Steuerungssystem hinzu. Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte war das erste Inhouse-Werk, das 1985 in Italien errichtet wurde, um Flaschen direkt beim Kunden herzustellen. Ebenfalls ins Jahr 1985 fiel die Geburtsstunde der die weltweit ersten Zwei-Stufen-PET-Flasche.
Bereits in den 90er Jahren trieb Günther Lehner (Sohn von Alwin und CEO der „Alpla“-Werke von 1997 bis 2020) den Einstieg ins Recycling voran. Schon im Jahr 1990 wurde Post-Consumer-Recyclingmaterial eingesetzt, biobasierte Papierflaschen und biologisch abbaubare Kaffeekapseln gibt es schon seit vielen Jahren. Seit 2021 steht nun CEO Philipp Lehner an der Spitze und führt die „Alpla“-Group in dritter Generation in die Zukunft.
Er hat Großes vor, wie er bei der 70-Jahr-Feier am 12. September im Bregenzer Festspielhaus verkündete: „Wir sind enorm gewachsen und unseren Werten immer treu geblieben. Beides machen wir auch weiterhin. Dazu fokussieren wir uns auf unsere Stärken im Kerngeschäft, setzen auf hochwertiges Recycling und erschließen gezielt neue Märkte und Technologien.“ Die Vorreiterrolle will der CEO Philipp Lehner mit Investitionen in Digitalisierung, Automatisierung und Kreislaufwirtschaftsmodelle behaupten.
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