"Kinderlebensmittel sind nicht die tollen Ernährungs-Hits für die Kids und nicht besser als normale Lebensmittel", so AK- Konsumentenschützer Harald Glatz. Kinderprodukte würden "zu viel schlechte und zu wenig gute Kohlenhydrate" liefern und seien "teilweise auch zu fett".
Nur ein Esslöffel Milch
Viele Werbebotschaften erwiesen sich im Test als "Gag": Bei vielen Snacks werde mit Milch geworben, aber es sei "bestenfalls ein Esslöffel Vollmilch" drin. Der Zuckergehalt war nur bei jedem fünften Produkt genau angegeben, die Vitaminanreicherungen erfolgen willkürlich und liefern das, wovon die Kinder ohnehin genug hätten, nämlich Vitamin C und B.
Süßigkeiten seien okay, sollten aber nicht ernährungsbestimmend sein, sagt Glatz. "Sie tun Ihrem Kind etwas Gutes, wenn Sie auf eine ausgewogene, vielseitige Kost setzen." Ideal sei zwei Mal pro Woche Fisch und maximal drei Mal wöchentlich mageres Fleisch und Geflügel, weiters täglich ein Glas Milch und noch ein anderes Milchprodukt, mehrere Scheiben Brot (am besten Vollkorn), Reis, Nudeln, Kartoffeln, täglich mindestens eine Portion Gemüse roh oder gekocht, mehrere Stück Obst und mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit in Form von kalorienarmen koffeinfreien Getränken.
Auf Grund der Studien-Ergebnisse fordert die AK, dass EU-weit "gesundheitsbezogene Werbung für zu fette, süße und salzige Produkte" verboten werden müsse. Auch Angaben wie "fettfrei" oder "light" sollten für Kinder-Lebensmittel untersagt werden.










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