Bei den meisten Fußballfans ist der Video Assistant Referee höchst unbeliebt. Während der deutschen Zweitligapartie zwischen Münster und Hertha BSC (1:2) am Sonntag schoss ein Anhänger übers Ziel hinaus: Er zog den Stecker am VAR-Monitor neben dem Spielfeld, sodass der Schiedsrichter ins Schwarze blickte ...
Was war passiert? In der 44. Spielminute war es beim Stand von 0:0 im Strafraum von Münster zu einem Kontakt zwischen Verteidiger Koulis und Herthas Cuisance gekommen. Der Schiri ließ die Szene weiterlaufen, doch die Videoassistentin schickte den Unparteiischen zum On-Field-Review an den Bildschirm, um sich die Szene noch einmal anzuschauen.
Der Monitor blieb jedoch schwarz, der Schiedsrichter konnte sich die Szene nicht ansehen und verließ sich auf die Angaben seiner Assistentin, entschied nachträglich auf Elfmeter.
Zunächst herrschte große Verwirrung, ein Banner im Fanblock der Heimfans („Dem VAR den Stecker ziehen!“) ließ jedoch schnell einen Verdacht aufkommen. Im Nachgang bestätigte der deutsche Fußballverband, dass tatsächlich ein Zuschauer den Stecker am Bildschirm rausgezogen hatte.
Den fälligen Elfmeter verwandelte Reese zur 1:0-Führung der Berliner, die in der zweiten Halbzeit den Ausgleich kassierten und in der Nachspielzeit doch noch den Siegtreffer zum 2:1 erzielten.
„Das geht einfach nicht“
Preußen Münster verurteilte die Aktion nach dem Spiel und wird „alles daransetzen, den oder die Täter zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen“. Hertha-Coach Stefan Leitl kritisierte das Vorgehen ebenfalls: „Das geht einfach nicht. Das ist jetzt eine Technik, die zum Fußball gehört, und man kann sie mögen oder nicht mögen, aber man muss natürlich dafür sorgen, dass solche Dinge nicht passieren.“
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