Erinnern Sie sich an die Bewegungsspiele Ihrer Kindheit, wie Sackhüpfen, Seilspringen oder Hampelmann? Was früher Spaß machte und im Sportunterricht, am Schulhof oder bei Geburtstagsfeiern nicht fehlen durfte, gilt nun als Fitnesstrend für Erwachsene. Es zahlt sich aus, das Kind in sich wiederzuerwecken!
Fitness-Experte Philipp Jelinek, der mit seiner täglichen Bewegungseinheit auf Krone TV die Menschen zu mehr Aktivität motiviert, betont, dass ein aktiver Lebensstil keinen großen Aufwand bedeutet. Er erklärt, warum die klassischen Kinderspiele sich auch für Erwachsene als effektives Fitnessprogramm entpuppen.
Springen ist eine der natürlichsten Bewegungsformen des Menschen – und zugleich eine der wirkungsvollsten für unsere Gesundheit. Beim Absprung und bei der Landung wirken kurze, kontrollierte Kräfte auf Knochen, Muskeln und Gelenke. Genau diese Impulse braucht der Körper. Unsere Gelenkknorpel besitzen keine eigene Blutversorgung. Sie werden durch Be- und Entlastung wie ein Schwamm ,durchgeknetet‘ und so mit Nährstoffen versorgt. Regelmäßiges Springen unterstützt diesen Prozess, hält die Gelenke geschmeidig und kann Verschleißerscheinungen vorbeugen.
Stärkt Knochen, Muskeln und das Herz
Auch die Knochen profitieren. Stoßbelastungen in moderater Form regen den Knochenstoffwechsel an und stärken die Struktur – ein wichtiger Faktor zur Vorbeugung von Osteoporose. Gleichzeitig trainieren wir Muskeln, Sehnen und Bänder. Besonders die Achillessehne speichert beim Springen Energie und gibt sie wieder ab. Dieser sogenannte Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus verbessert Kraft, Schnelligkeit und Koordination.
Hinzu kommt der positive Effekt auf das Herz-Kreislauf-System. Schon wenige Minuten Seilspringen bringen den Puls in Schwung, fördern die Durchblutung und verbessern die Ausdauer. Anders als monotones Joggen schult Springen zudem Gleichgewicht und Reaktionsfähigkeit – Fähigkeiten, die im Alltag und vor allem im Alter entscheidend sind, um Stürze zu vermeiden.
Auf die richtige Technik achten
Wie oft sollte man springen? Für gesunde Erwachsene reichen zwei- bis dreimal pro Woche kurze Einheiten von fünf bis zehn Minuten. Anfänger starten mit kleinen, beidbeinigen Sprüngen auf weichem Untergrund. Wichtig ist eine saubere Technik: auf dem Vorfuß landen, Knie leicht gebeugt, die Bewegungen locker und rhythmisch ausführen. Wer Gelenkprobleme hat, sollte vorher ärztlichen Rat einholen.
Vielleicht liegt die beste Trainingsform also näher, als wir denken. Manchmal genügt ein Springseil im Park – und die Erinnerung daran, wie leicht sich Bewegung anfühlen kann.
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