Mehrfach fasste ein 24-Jähriger schon Bewährungsstrafen wegen schwerer Körperverletzung und gefährlicher Drohung aus. Auch ein Anti-Gewalt- training half nichts. Nun muss er für fünf Monate ins Gefängnis.
„Ich geb dir zwei Sekunden, dann pascht’s!“ Viel zu oft hat er diesen Worten auch Taten folgen lassen. Immer wieder prügelte er Ende Juli während einer Autofahrt auf den Kopf seiner Freundin ein. Als er sie zu Hause dann mit einer Axt bedrohte, war es genug der Gewaltexzesse. Das Opfer erstattete Anzeige.
Dem Ex-Freund der Frau wurde nun am Landesgericht St. Pölten der Prozess gemacht. Und das nicht zum ersten Mal. Der junge Mann konnte bereits eine Reihe an einschlägigen Vorstrafen auf seinem kriminellen Konto verbuchen. Denn der 24-jährige Mostviertler wurde schon mehrfach gewalttätig. Bewährungsstrafen wegen schwerer Körperverletzung, Sachbeschädigung, gefährlicher Drohung sowie ein absolviertes Anti-Gewalt-Training zeigten bisher keine Wirkung.
Nun muss er für fünf Monate hinter Gitter. „Wenn Sie nun zum ersten Mal das Haftübel spüren, wird das hoffentlich ein Umdenken bewirken“, erklärt Herr Rat nach der Urteilsverkündung. Bereits im Jahr 2021 war der Angeklagte verurteilt worden, nachdem er seine Freundin misshandelt und mit dem Tode bedroht hatte. Nun zog die Frau endgültig einen Schlussstrich unter ihr Martyrium.
Urteil ist noch nicht rechtskräftig
Vor Gericht zeigte sich der 24-Jährige reumütig und geständig. Extreme Geldsorgen und massiver Stress hätten ihn emotional komplett zerstört. „Ich war finanziell von ihr abhängig“, gibt er an. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, der Staatsanwalt meldete Berufung an.
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