Die allgemeine wirtschaftliche Tristesse und die vielen Krisen sind auch im Handel zu spüren. Oberösterreichs Spartenobmann Martin Sonntag erwartet nun aber einen Aufschwung. Vieles spiele sich im Kopf ab.
Sparen statt Shoppen – das scheint nach wie vor die Devise zu sein. Zwar verbuchte der Einzelhandel in Oberösterreich im Vorjahr ein nominelles Plus von drei Prozentpunkten, doch insgesamt sanken die Umsätze der Handelsbetriebe im Bundesland zum zweiten Mal in Folge um 0,8 Prozent auf nunmehr 56,4 Milliarden Euro.
Hartnäckige Kaufzurückhaltung
„Die Sparquote ist exorbitant gestiegen. Die Leute waren nach Corona verunsichert, und dann kam eine Krise nach der anderen. Es ist eine Kaufzurückhaltung in den Köpfen, die schwer wegzubringen ist“, sagt Martin Sonntag, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer OÖ, zur „Krone“. Die Einschätzung deckt sich mit einer JKU-Studie aus dem Frühjahr: 65 Prozent der Konsumenten haben demnach Angst, dass sich ihre wirtschaftliche Lage verschlechtern könnte. Und sechs von zehn Befragten planen, größere Anschaffungen zu verschieben oder zu reduzieren.
Es ist eine Kaufzurückhaltung in den Köpfen, die schwer wegzubringen ist. Aber nur wenn Zuversicht da ist im Land, wird wieder investiert.

Martin Sonntag, Obmann der Sparte Handel in der WKOÖ
Bild: Phillindner
Es soll aufwärts gehen
„Nur wenn Zuversicht da ist im Land, wird wieder investiert“, glaubt Sonntag an eine starke psychologische Komponente. Der Spartenobmann ist zuversichtlich und erwartet nun einen Aufschwung. Erste Signale dafür verortet er in einer anderen Branche: „Der Bau zieht an, das bringt auch im Handel Umsatz. Wenn die Leute bauen, brauchen sie nachher zum Beispiel Möbel.“
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