Die Vorarlberger Grünen bringen einen Landtagsantrag ein, der die Planung und Umsetzung zusätzlicher Stromquellen beschleunigen soll. Im Fokus steht dabei ein Wasserkraftwerk in Lochau.
Gar nicht so einfach wird es werden, das Ziel der Energieautonomie 2050 zu erreichen. Die Vorarlberger Bevölkerung wächst und auch die Wirtschaft benötigt mehr und mehr Strom. Industriellenvereinigung und Illwerke/VKW rechnen damit, dass der Stromverbrauch allein in der Industrie um fünf Prozent bis 2040 steigen wird. Zudem wird der Umstieg auf Elektromobilität und Wärmepumpen den Verbrauch weiter ankurbeln.
Strom für über 30.000 Haushalte
Um die Ziele der Energieautonomie dennoch zu erreichen, braucht es aus Sicht von Grünen-Chef Daniel Zadra eine zusätzliche Stromquelle. Konkret denkt er dabei an den bereits 2006 ins Auge gefassten Plan, ein Wasserkraftwerk in Lochau zu errichten. Mit diesem Projekt würde das größte verbleibende Wasserkraftpotenzial in Vorarlberg nutzbar gemacht werden.
Die Energieautonomie ist kein Selbstläufer. Das Wasserkraftwerk ist ein Schlüsselprojekt und muss oberste Priorität haben.

Daniel Zadra, Klubobmann der Grünen
Bild: Grüne Vorarlberg
„Das Wasserkraftwerk Lochau hat einen erwarteten Jahresertrag von rund 125 Gigawattstunden. Damit könnte es rund 30.500 Haushalte mit sauberem Strom versorgen“, rechnet der ehemalige Energielandesrat vor. Die technischen Grundlagen sind seit Langem in Bearbeitung. Auch der Landtag hat bereits im Jahr 2021 einstimmig beschlossen, das Projekt prioritär weiterzuverfolgen.
„Landesregierung schläft“
Mit der Arbeit der derzeitigen Regierungsmitglieder in Sachen Energie ist der Oppositionsführer alles andere als zufrieden – und pocht bei der Umsetzung auf schnelles Handeln: „Wenn die schwarz-blaue Landesregierung schläft, müssen die Grünen aus der Opposition heraus für Tempo sorgen.“
Seine Fraktion bringt daher einen Landtagsantrag ein, der die Landesregierung verpflichtet, die Umsetzung des Wasserkraftwerks Lochau rasch voranzutreiben und dem Landtag jährlich Bericht über die Fortschritte zu erstatten.
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