Esterhazy-Biolandgut

Der Bauernbub aus dem Waldviertel als Gutsherr

Niederösterreich
12.07.2025 19:30

Er zog dereinst von einem kleinen Bauernhof im hohen Waldviertel in die Welt hinaus – heute hütet Dipl.Ing. Matthias Grün visionär und beherzt das größte private Landgut Österreichs.

Die Geschichte des Ökopioniers beginnt im kleinen Dorf Niederedlitz – dort wo sich der Nebel noch oft über die Felder schmiegt – und zwar mit einem kleinen Bauernhof, 20 Mutterkühen und einem Vater, der seinen Sohn früh lehrte, wie man mit der Erde spricht, statt gegen sie zu arbeiten. Grün ist nicht nur seinem Heimatboden treu geblieben – er führt den Hof bis heute mit seiner Familie.

Größtes Biolandgut seiner Art
Doch sein Radius hat sich gewaltig erweitert: Der Ökopionier ist Geschäftsführer des burgenländischen Biolandguts Esterhazy, des größten seiner Art in Österreich, eingebettet in einen Gesamtgrundbesitz von 44.000 Hektar, der Wälder, Ackerflächen, Weingärten, ein Stück des Neusiedler Sees sowie historische Kulturschätze wie das Schloss Forchtenstein umfasst. Mehr als 660 Mitarbeiter folgen dort einer klaren Linie: Landwirtschaft soll Zukunft haben.

Matthias Grün ist im Herzen ein Bauer geblieben – und verwirklicht gerade deswegen Öko-Visionen.
Matthias Grün ist im Herzen ein Bauer geblieben – und verwirklicht gerade deswegen Öko-Visionen.(Bild: Gut Esterhazy)

„Bio wird oft romantisiert. Dabei braucht es in der Öko-Landwirtschaft Struktur, Wissenschaft und Mut“, sagt Grün, der in Wien aufgewachsen ist und dort auch studiert hat. Genau diesen Mut bewies er, als er 2002 den gesamten Betrieb auf bio umstellte. Bald kamen Angusrinder und Freilandhühner dazu, heute ist das Gut ein Vorzeigebetrieb für Kreislaufwirtschaft und Biodiversität. Versuchsanlagen mit mehr als 160 Getreidesorten inklusive. „Wir beobachten genau, wie Pflanzen mit Klima, Boden und Trockenheit umgehen. Hecken schützen vor Erosion und Pestiziden, Begrünungsstreifen geben Wildtieren Rückzugsraum“, versichert der Visionär.

Ökologisches Gesamtkonzept
Auch die Jagd ist Teil eines ökologischen Gesamtkonzepts. Die Produkte – von Bio-Brot über Kürbiskernöl bis Wildspezialitäten – vertreibt Grün unter der Dachmarke Pannatura. „Unsere Lebensmittel sind gelebte Philosophie“, sagt der Waldviertler. Und tatsächlich: Matthias Grün veredelt – kompromisslos und zukunftsorientiert. Trotz aller Größe, Forschung und Verantwortung ist er am Ende doch immer auch der Bauernsohn aus dem Bezirk Waidhofen an der Thaya geblieben. Einer, der seine Wurzeln kennt – und deshalb tief verinnerlicht, was Fruchtbarkeit bedeutet.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Niederösterreich
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt