Filmpreis in Cannes

Susanne Wuest erobert von Leobersdorf aus Cannes

Niederösterreich
22.06.2025 10:30

Für Susanne Wuest wurde in Cannes der rote Teppich ausgerollt. Die Schauspielerin ist eine der Hauptdarstellerinnen eines preisgekrönten Films der deutschen Regisseurin Mascha Schilinski. 

Die niederösterreichische Schauspielerin Susanne Wuest ist eine der Hauptdarstellerinnen des Ende Mai in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichneten Films „In die Sonne schauen“ von der deutschen Regisseurin Mascha Schilinski. Sie verkörperte dort mit der Figur „Emma“ eine der Hauptrollen. „Eine traumatisierte Frau, die, nachdem sie ihr Kind verloren hatte, aufhörte zu sprechen“, verrät Wuest.

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Seit 40 Jahren hat nun endlich wieder einmal ein deutschsprachiger Film diesen Preis gewonnen. 

Schauspielerin Susanne Wuest

Heute lebt Wuest in Berlin. Für Film- und Seriendrehs ist sie weltweit unterwegs. Aufgewachsen ist sie in Leobersdorf, Bezirk Baden. In Wiener Neustadt besuchte sie das BORG. „Dass ich Schauspielerin werden möchte, wusste ich schon mit drei, vier Jahren“, lacht sie heute über ihre ersten Schauspielversuche im Kinderzimmer. „Ich habe schon früh zu lesen begonnen und alles nachgespielt“.

Die sympathische Charakterdarstellerin ist in eine rder Hauptrollen des prämierten Filmes „In ...
Die sympathische Charakterdarstellerin ist in eine rder Hauptrollen des prämierten Filmes „In die Sonne schauen“ zu sehen.(Bild: Cannes25 x ERDEM cRobin)

Erfolgreich auch ohne Schauspielausbildung
Schauspielausbildung bekam Wuest keine. „Dafür war kein Geld vorhanden. Nicht mal für die Maturareise“, erinnert sie sich an ihre Jugendzeit. Dafür nahmen sie ihre Eltern oft ins Theater mit und ermöglichten ihr schon früh Gesangs-, Musik- und eine Sprechausbildung. Erste Erfahrungen sammelte sie dann bei heimischen Theaterproduktionen und Werbespots. Nach der Matura bewarb sie sich dann einfach auf gut Glück am Volkstheater in Wien. Mit ihrem Enthusiasmus und ihren bereits große Erfahrung bei zahlreichen Produktionen wurde sie dann tatsächlich angenommen. „In diesen Jahren habe ich unglaublich viel gelernt“, so Wuest.

Zwei mal fast Oscar-nominiert 
Und mit 23 Jahren bekam sie ihre erste Hauptrolle in dem Film „Antares“, der sogar für die Oscars eingereicht wurde. Auch für den mehrfach ausgezeichneten Psychothriller „Ich seh, ich seh“, wo sie die Hauptrolle spielte, stand auf der Shortlist dafür. Leider haben es beide Filme dann doch nicht nach Hollywood geschafft. Doch für Wuest ist die Auszeichnung in Cannes sowieso viel wichtiger.

Wie waren die Tage dort für sie? „Ich war dort sehr konzentriert, weil einfach so viele Termine rundherum waren“, erzählt sie. Zeit zum Feiern gab es leider nicht. „Wir waren nicht mal Essen danach“, so Wuest, die nebenbei auch noch bei einer HBO-Serienproduktion in England anwesend sein musste. Bei der Preisverleihung gab es dann auch noch einen Stromausfall. „Make up und Haare – das musste alles ohne Strom gemacht werden“, lacht sie heute darüber, dass sie mit nassen, zurückgekämmten Haaren dann am Red Carpet stand, weil einfach kein Strom für den Föhn vorhanden war.

Wuest spielte bereits in zahlreichen Serien wie „Der Bergdoktor“, „Tatort“, „SOKO Kitzbühel“ oder in Filmen wie „Freispiel“, „Ich seh, ich seh“, „Das Sacher“ oder „Carlos, der Schakal“ mit.

Derzeit sieht man sie in der Amazon-Prime Serie „Drunter und drüber“ an der Seite von Nicholas Ofczarek. Der Film „In die Sonne schauen“ wird noch diesen Sommer in die heimischen Kinos kommen.

Und sie selbst wir noch diesen Sommer wieder auf Besuch in ihre alte Heimat Leobersdorf kommen, wo nach wie vor zahlreiche ihrer alten Freunde leben. „Und mein erster Weg wird dort zum Heurigen sein“, freut sie sich jetzt auf ein Wiedersehen mit allen.

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