30.10.2013 21:59 |

"The Dark Kingdom"

Göttersohn Thor schwingt wieder seinen Hammer

Der Göttersohn schwingt wieder seinen Hammer: In "Thor: The Dark Kingdom" (Kinostart: 31. August) muss der blonde Hüne aus Asgard (Chris Hemsworth) nicht nur unsere geliebte Erde, sondern gleich alle neun Welten des Marvel-Universums retten - und ganz nebenbei die Beziehung zu seiner großen Liebe Jane (Oscar-Preisträgerin Natalie Portman) wieder ins Lot bringen. Neben Hammer Mjölnir die mächtigste Waffe des Films: Thors schelmenhafter Adoptivbruder Loki (Tom Hiddleston).

Verfeindete Brüder, in Rache vereint: Auch wenn es bei "Thor: The Dark Kingdom" vordergründig um die (in Comic-Verfilmungen fast schon obligatorische) Rettung der Welt geht - was die Fortsetzung des Hammer-Spektakels aus dem Jahr 2011 wirklich sehenswert macht, ist die Hassliebe zwischen den Göttersöhnen Thor und Loki.

Die beiden Sprösslinge von Göttervater Odin (routiniert gespielt von Oscarpreisträger Anthony "Hannibal Lecter" Hopkins) müssen sich zusammentun, um dem bösen Dunkelelf Malekith (Christopher Eccleston) und seinen Horden den Garaus zu machen. Dieser will mithilfe einer mächtigen Waffe, dem Äther, gleich alle neun Welten des Marvel-Universums auslöschen.

Ungleiches Brüderpaar sinnt auf Rache
Wie schon die Superhelden um Captain America in "The Avengers" schweißt auch hier das Motiv der Rache das ungleiche Brüderpaar bei seiner Mission aus einem sehr persönlichen Grund, der jedoch nicht verraten werden soll, zusammen. Um den Dunkelelfen entgegentreten zu können, muss Thor seinen gefallenen Halbbruder jedenfalls - gegen den Willen von Vater Odin - aus Asgards Verlies holen, wo dieser nach seinen Machenschaften in "The Avengers" eigentlich den Rest seines langen Daseins fristen sollte.

Mit von der Partie sind neben Loki auch diesmal wieder Natalie Portman als Thors große Liebe Jane Foster, ihre quirlige Assistentin Darcy (Kat Dennings, "2 Broke Girls"), der genial-verrückte Wissenschaftler Dr. Erik Selvig (Stellan Skarsgard) und nicht zuletzt auch Thors göttliche Mitstreiter Sif, Heimdall, und Co. Allein Regisseur Kenneth Branagh hat im zweiten Abenteuer Alan Taylor den Chefsessel hinter der Kamera überlassen. Serien-Routinier Taylor hatte sich vor allem durch seine Regie-Arbeit bei der Fantasy-Serie "Game of Thrones" für die höhere Aufgabe, das Götterreich Asgard auf die große Leinwand zu bringen, empfohlen.

Würdige Fortsetzung trotz liebloser Geschichte
Kino-Frischling Taylor muss sich jedenfalls nicht hinter Branagh verstecken. Er liefert mit "Thor: The Dark Kingdom" eine durchaus würdige Fortsetzung ab, die mit krachenden Action-Sequenzen in 3D, optisch opulenten Bildern des Götterreichs Asgard, witzigen Dialogen und einer zentralen Liebesgeschichte punkten kann. Schade nur, dass der eigentliche Plot des Films rund um Malekith und seine Dunkelelfen am Ende schlecht durchdachte und lieblos umgesetzte 08/15-Kost bleibt - so als ob die Macher gar keinen Hehl daraus machen wollten, dass die Handlung nur lästiges Beiwerk ist, um die Geschichten des Brüderpaars Thor und Loki bzw. des Liebespaars Thor und Jane voranzutreiben.

Loki Tom Hiddleston stiehlt allen die Schau
Eines steht fest: Wie schon bei Teil eins des Götterdramas und zuletzt auch beim Superhelden-Team-up "The Avengers" stiehlt Tom Hiddleston als betrügerischer Gestaltwandler Loki der durchwegs hochkarätigen Darsteller-Riege die Show - sehr zum Vorteil der Zuseher, die dadurch in den Genuss des schlichtweg unterhaltsamsten Bösewichts seit Heath Ledgers Joker in "The Dark Knight" kommen.

So verwundert es auch nicht, dass die Marvel-Produzenten Loki mittlerweile zum bereits dritten Mal als schweres Geschütz in ihrem - auf Jahre vorausgeplanten Superhelden-Universum - auffahren. Seine Rolle in "The Dark Kingdom" wurde sogar während der Dreharbeiten kurzfristig noch ausgebaut. Ebenso überrascht es angesichts der grandiosen Darbietung des britischen Mimen nicht, dass zahlreiche Loki-Fans im Internet bereits lautstark einen eigenen Film für den schelmenhaften Göttersohn fordern. Ob sie damit Erfolg haben, steht allerdings noch in den Marvel-Sternen.

Sitzenbleiben lohnt sich
Eine Empfehlung zum Schluss: Wie bei allen Filmen aus dem Haus der Ideen, wie Comic-Gigant Marvel genannt wird, lohnt es sich erneut, den Kinosaal erst nach dem Abspann zu verlassen - diesmal sogar gleich in zweifacher Hinsicht.

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