Radwege-Streit

Grüne wollen Regierung ins Strampeln bringen

Vorarlberg
06.06.2025 17:55
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die Kürzungen beim Ausbau von Radwegen in Vorarlberg sorgt beim ehemaligen Koalitionspartner der ÖVP, den Grünen, für reichlich Unmut. Nun wird ein entsprechender Antrag in den Landtag eingebracht. 

Die Grünen sind sauer – seitdem die Fraktion aus der Regierung ausgeschieden ist und durch die Freiheitlichen ersetzt wurde, sieht es für diverse, teils bereits geplante Radwegprojekte eher düster aus. Zum wiederholten Male verleiht Grünen-Klubobmann Daniel Zadra seinem Unmut am Vorgehen von Schwarz-Blau deutlich Ausdruck: Statt klug zu investieren und mit dem Ausbau der Radwege zusätzliche Gelder nach Vorarlberg zu holen, verschleudere die Landesregierung Milliarden in Straßen und Tunnel.

Zadra fordert ein Umdenken – und damit ist er nicht allein. Auch das Personenkomitee „Pro Rad Vorarlberg“ und die „Radlobby Vorarlberg“, die sich erst vor wenigen Tagen mit Ex-Gesundheitsminister Johannes Rauch einen prominenten Unterstützer sichern konnten, haben protestiert und der Regierung einen offenen Brief übergeben. „Je besser das Angebot, desto mehr wird gefahren. Darum ist der weitere Ausbau von Radwegen unverzichtbar“, erklärte Rauch aus diesem Anlass.

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Der Ausbau der Radinfrastruktur muss entschlossen weitergehen – zentrale Leuchtturmprojekte dürfen jetzt nicht liegen bleiben

Daniel Zadra, Grüne

Wie berichtet, wurden einige Radweg-Projekte auf Eis gelegt, etwa die Verbindung zwischen Rheintal und Bregenzerwald, aber auch andere Verbindungsrouten sind von der aktuellen Landesregierung vorerst ad acta gelegt worden. „Diese Betonpolitik gefährdet das Erfolgsmodell Radverkehr, auf das Vorarlberg zu recht stolz ist. Statt mutig in die Zukunft zu investieren und dabei zusätzliche Gelder ins Land zu holen, zementiert Schwarz-Blau eine Verkehrspolitik von gestern. Der Ausbau der Radinfrastruktur muss entschlossen weitergehen – zentrale Leuchtturmprojekte dürfen jetzt nicht liegen bleiben“, appelliert Zadra.

Sparzwänge des Landes
Seitens der Grünen ist bereits ein entsprechender Landtagsantrag eingebracht worden, in welchem die Umsetzung konkreter Projekte – von der Fahrradbrücke Au-Lustenau über „Radfahren durchs Ried“ bis zur Radschnellverbindung Vorderland/am Kumma – gefordert wird. Ob sich die Landesregierung dadurch umstimmen lassen wird, ist angesichts der allgemeinen Sparzwänge zu bezweifeln.

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