Libyen feiert kaum

Wenig Begeisterung am 2. Jahrestag der “Befreiung”

Ausland
23.10.2013 14:01
Ohne große Begeisterung haben die Libyer den zweiten Jahrestag des Sieges der Rebellen über das Gadafi-Regime begangenen. In Tajura, einem Vorort der Hauptstadt Tripolis, organisierte die Kommunalverwaltung einen Volkslauf. Das Stadtzentrum war am Mittwoch mit Fahnen geschmückt. Schulen und andere öffentliche Einrichtungen blieben landesweit geschlossen.

Keine Feierlichkeiten gab es in der Stadt Bengasi, wo der Aufstand gegen Langzeitmachthaber Muammar al-Gadafi im Februar 2011 begonnen hatte. "Den Leuten hier ist wegen der Attentate der vergangenen Monate nicht zum Feiern zumute", sagte Abdullah Awad Dogheim, ein Mitglied des Lokalrates von Bengasi.

"Die Wurzeln des Regimes wirken weiter"
Er fügte hinzu: "Wir dachten, dass nach dem Sturz der Spitze des Gadafi-Regimes der Aufbau eines neuen Staates beginnen würde, aber später wurde klar, dass die Wurzeln des Regimes weiterwirken, durch seine Gesetze, die immer noch Anwendung finden."

Aufständische geben ihre Waffen nicht ab
Gadafi war am 20. Oktober 2011 getötet worden. Zwei Tage später verkündeten die neuen Machthaber die "Befreiung" des Landes. Nun wird die Demokratisierung aber immer noch von Rebellen behindert, die ihre Waffen nicht abgeben wollen.

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