23.10.2013 09:30 |

Chaos rund um Sydney

Buschbrände: "Schlimmer kann es kaum werden"

Die Buschbrände westlich von Sydney haben am Mittwoch eine kritische Phase erreicht. Wie die Meteorologen vorausgesagt hatten, stiegen die Temperaturen über 30 Grad und der Wind frischte auf. Dadurch dehnten sich die Brände weiter aus. "Schlimmer kann es kaum werden", sagte der Chef der ländlichen Feuerwehr, Shane Fitzsimmons.

Für Anrainer gefährdeter Ortschaften sei die letzte Chance gekommen zu fliehen, erklärte der Feuerwehrchef. "An Tagen wie diesen kommt es auf Minuten an." Nur wer einen sicheren Zufluchtsort und einen Plan habe, um sein Haus zu schützen, solle noch bleiben. "Wenn Ihr Plan ist, zu fliehen, dann fliehen Sie jetzt besser", so Fitzsimmons.

"Risiken dürfen nicht unterschätzt werden"
In den Blue Mountains waren mehr als 1.500 Feuerwehrleute im Einsatz, um Ortschaften zu schützen. Die Feuerwehr setzte Flugzeuge mit Wasserwerfern ein. Für Touristen wurde die populäre Ausflugsregion geschlossen. "Die Risiken, denen wir hier ausgesetzt sind, dürfen nicht unterschätzt werden", sagte der Vorsitzende des Tourismusverbandes in der Region Lithgow und Oberon, Randall Walker.

Kritisch war die Lage auch in Minmi nahe Newcastle nördlich von Sydney. In Colo kämpfte die Feuerwehr mit Hilfe von Löschflugzeugen gegen einen aggressiven Brand, doch starke Winde behinderten die Arbeiten. Die Bedingungen "könnten schlechter nicht sein", sagte der Feuerwehrchef.

Nieselregen erschwert Arbeit der Feuerwehr
In der Nacht auf Mittwoch hätte zwar Nieselregen einige Brände verringert, wie Fitzsimmons sagte. Gleichzeitig aber habe der Regen die Bemühungen erschwert, die Feuer durch kontrolliertes Abbrennen von Schneisen einzudämmen. Die Buschbrände in Australien haben bereits mehr als 120.000 Hektar Land und über 200 Häuser zerstört.

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