




Mit durchdachter Erweiterung der eigenen Arche Noah für hilfsbedürftige Geschöpfe will der Assisi-Hof in Stockerau noch mehr verletzte Tiere vor dem Tod in der Wildnis bewahren. Denn immer mehr „Findlinge“ geraten in die Wildtierstation, die um ihr Leben kämpfen.
Es sind oft die Kleinsten, die den größten Kampf führen. Ein verwaistes Feldhasen-Baby, das ohne seine Mutter kaum eine Überlebenschance hat. Ein geschwächter Igel, der nach einem Unfall dringend Hilfe braucht. Oder ein verletzter Jungvogel, der nie flügge werden würde. Am Assisi-Hof des Österreichischen Tierschutzvereins in Stockerau wird dieser besonders schutzbedürftigen Fauna täglich eine zweite Chance geschenkt.
Mehr als 100 Wildtiere allein heuer
Mehr als 100 Wildtiere wurden allein heuer bereits aufgenommen, veterinär-medizinisch versorgt und mit viel Hingabe gesund gepflegt. Doch die Zahl der Notfälle steigt stetig – und damit auch die Herausforderungen für das engagierte Team rund um Hofleiterin Stephanie Lang. „Wildtiere zu retten, medizinisch zu versorgen und fast rund um die Uhr zu betreuen, ist extrem aufwendig und herausfordernd. Der Ausbau unserer Wildtierstation ist daher kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit“, betont Lang.
Besonders im Frühling herrscht auf dem Hof Ausnahmezustand. Dann beginnt die Zeit der Feldhasen-Babys. Die empfindlichen Jungtiere müssen oft Tag und Nacht mit der Flasche aufgezogen werden. Heuer gelangten zusätzlich zahlreiche Eichhörnchen-Waisen und hungrige Jungvögel in die vielseitigen Pflegestationen.





Assisi-Hof baut aus
Um den Tieren bestmöglich helfen zu können, wird die Wildtierstation nun erweitert. Geplant sind moderne Inkubatoren für neugeborene Tiere, eigene Quarantänebereiche zum Schutz vor Krankheiten, getrennte Pflegezonen für Vögel und Säugetiere sowie sterile Behandlungsräume für verletzte Patienten.
„Damit aus einem geschwächten Igel oder einem verwaisten Hasen-Baby wieder ein gesundes Wildtier wird, das zurück in die Freiheit kann, sind wir auf die Unterstützung der Tierfreunde angewiesen“, sagt Lang. Denn hinter jeder Rettung steckt eine berührende Geschichte – und die Hoffnung, dass ein kleines Leben doch noch seinen Weg zurück in die Natur findet.
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