Sturz mit Rad

Wie Florian (15) nur knapp dem Rollstuhl entkam

Oberösterreich
07.06.2026 09:00

Mit seinem Downhill-Bike raste Florian Forcher (15) aus Micheldorf (OÖ) im April einen Waldhang hinunter, dann kam es zum folgenschweren Sturz: Schädelbruch, Gehirnblutung und sechs Wirbelbrüche waren die Folge. Die Familie will jetzt Danke zu einem Freund, der vor Ort alles richtig machte, und den Ärzten und Pflegern in den Krankenhäusern sagen.

Mit seinem Downhill-Fahrrad fuhr der 15-jährige Florian Forcher am 17. April dieses Jahres durch ein Waldstück den Georgenberg in Micheldorf in Oberösterreich hinunter. Ziemlich schnell – wie das eben so ist bei jungen Burschen. Aber plötzlich ging alles Schlag auf Schlag. Florian stürzte und blieb schwer verletzt auf der Wiese liegen.

Sein großes Glück: Sein Freund Moritz war bei ihm. Und Moritz wusste genau, was zu tun ist. „Wir sind froh, dass er bei unserem Sohn war. Er hat sofort mit der Erstversorgung begonnen und die Rettung alarmiert. Das kann er alles, weil er das bei der Freiwilligen Feuerwehr gelernt hat“, ist Papa Martin Forcher (47) dankbar. Denn nach so schweren Unfällen sind oft genau diese ersten Minuten entscheidend.

Auf dieser Strecke passierte der folgenschwere Unfall – doch es folgte eine ziemlich perfekte ...
Auf dieser Strecke passierte der folgenschwere Unfall – doch es folgte eine ziemlich perfekte Rettungskette.(Bild: Fotokerschi)

Eine brutale Diagnose
Im Klinikum Kirchdorf dann die brutale Diagnose: Schädelbruch, Gehirnblutung, sechs Wirbelbrüche – einer davon instabil – und beide Hände gebrochen. „Das war ein Schock. Wir sind in Kirchdorf angekommen und dort hat man uns gesagt, dass der Hubschrauber schon da ist und Florian jetzt ins Kepler Klinikum nach Linz geflogen wird“, erzählt der Vater weiter. „Aber meine Frau Jasmine und ich haben gleich gespürt, wie gut und kompetent alle Helfer sind.“

Papa Martin Forcher mit dem Fahrrad, mit dem sein Sohn so schwer gestürzt war.
Papa Martin Forcher mit dem Fahrrad, mit dem sein Sohn so schwer gestürzt war.(Bild: Fotokerschi)

„Nur ganz knapp am Rollstuhl vorbeigeschrammt“
Es wurde keine Zeit verloren, alles funktionierte reibungslos. Auch in Linz lief die Versorgung perfekt und schnell ab. „Florian ist laut dem Chirurgen nur ganz knapp am Rollstuhl vorbeigeschrammt, da hat wirklich jede Minute gezählt. Und drum sind wir auch einfach so dankbar, wie schnell Ärzte und Pflegepersonal gearbeitet haben. Das gehört einfach auch mal gesagt“, so die Eltern. Heute trägt Florian ein Stützkorsett aus Metall. Er freut sich trotz allem schon, wenn er wieder Sport machen kann. Der Sommer wird jetzt zeigen, wie gut alles heilt.

(Bild: Krone KREATIV/Markus Wenzel, stock.adobe.com)

Ganz viele Schutzengel 
Aber eines ist schon jetzt klar: Florian hatte an diesem Tag ganz viele Schutzengel an seiner Seite. Seinen Freund Moritz, der genau wusste, was zu tun ist. Rettungskräfte, die sofort da waren. Und ein Gesundheitssystem, das im Ernstfall einfach funktioniert.

Wovon hätten Sie gerne mehr?

„Mehr davon“ ist die Serie für Geschichten über alles Positive, das in unserem Land passiert und meist viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Für Ideen, die anstecken. Für Menschen, die zeigen, wie es gehen kann. Sie haben etwas erlebt, gesehen oder gehört, bei dem Sie sich gedacht haben: „Davon brauchen wir mehr!“ Dann schicken Sie uns gerne Text und Fotos an lisa.stockhammer@ kronenzeitung.at

„Wir haben wirklich eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Auch wenn manchmal Fehler passieren, können wir uns alle glücklich schätzen. Wir waren richtig baff, wie das sowohl in Kirchdorf als auch im Linzer Kepler Klinikum alles abgelaufen ist“, so Papa Martin Forcher. Bleibt uns wiedermal nur zu sagen: Bitte mehr davon!

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