Bei der Ironman-EM in Hamburg am Sonntag misst sich die Kärntnerin Lisa Perterer mit der Weltelite. Und hat auf der schnellen Strecke auch einen neuen persönlichen Rekord im Visier. Doch die Temperaturen sind eher auf der kühleren Seite – für die 34-Jährige ist das ein großer Nachteil.
Für die Ironman-EM in Hamburg sind am heutigen Sonntag maximal 17 Grad und leichter Regen angesagt. Für Mitfavoritin Lisa Perterer nicht optimal. „Wenn es kalt ist, funktioniert mein Körper nicht. Je wärmer, desto besser ist es für mich. Als Kind wollte ich Langläuferin werden. Ich denke, dass ich gut gewesen wäre. Aber das hätte wegen der Kälteempfindlichkeit keinen Sinn gemacht“, lacht die 34-Jährige. „Ich habe gelernt, damit umzugehen.“
Start bei nur 6 Grad
Wobei die Bedingungen vor drei Wochen beim Mitteldistanz-Bewerb in Aix-en-Provence (Fr) noch härter waren – da hatte es zu Tagesbeginn nur 6 Grad. „Es gab Momente am Rad, da wollte ich das Rennen beenden. Aber ich habe mich bis ins Ziel gekämpft“, erzählt Petererer, die dort Zehnte wurde.
Gegen die letzten Weltmeisterinnen
Die Konkurrenz in Hamburg ist stark – das Starterfeld wird mit Lokalmatadorin Laura Philipp und Solveig Lovseth (Nor) von den zwei letzten Weltmeisterinnen angeführt. „Die Dichte ist so groß wie bei einer WM – das taugt mir, ich verstecke mich nicht. Läuft alles top, ist das Podest drin – das Mindestziel ist ein WM-Startplatz für Hawaii.“ Sechs Tickets werden diesmal vergeben.
Ich habe früher überlegt, Langläuferin zu werden. Aber wegen meiner Kälteempfindlichkeit hätte das am Ende keinen Sinn gemacht.
Ironman-Ass Lisa PERTERER
„Kenne die Strecke“
Die Strecke in Hamburg kennt die Villacherin fast auswendig – achtmal ist sie hier über die olympische Sprintdistanz gestartet: „Der Start ist derselbe, der Ausstieg nach dem Schwimmen ebenso – dazu kenne ich den Laufkurs. Das ist ein Vorteil.“ Der deutsche Bewerb gilt (auch dank flacher Radstrecke) als einer der schnellsten überhaupt.
Auf Rekordjagd
Deshalb möchte Perterer ihren österreichischen Rekord von 2025 in Texas (08:28:17) toppen: „Bei meinem Sieg in Cozumel hat nicht viel gefehlt, diesmal möchte ich ihn um die eine oder andere Sekunde verbessern.“
Noch Aufholbedarf
Weil es für sie der erste Volldistanz-Ironman der Saison ist, hat Lisa in der finanziell hoch dotierten Pro-Series Aufholbedarf: „Aber noch ist für mich alles möglich! Jetzt muss ich bei den ausstehenden Bewerben gut punkten.“
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