Wenn ein Kind todkrank wird, bricht die Welt der Eltern zusammen. Noch einmal schlimmer wird die Lage, wenn spezialisierte Krankenhäuser weit weg vom Wohnort sind. Die Ronald McDonald Kinderhilfe Häuser bieten hier Unterstützung.
Jakob ist ein aufgeweckter und intelligenter Bub. Wenn man ihn das erste Mal trifft, würde man kaum glauben, was er in seinem jungen Leben bereits durchmachen musste. Jakob ist drei Jahre alt, und vor eineinhalb Jahren wurde die Krankheit LCH diagnostiziert. Die Langerhans-Zell-Histiozytose ist durch die übermäßige Vermehrung von ebendiesen Zellen gekennzeichnet, die sich bei der Krankheit in verschiedenen Organen und Geweben ansammeln und Knötchen bilden – ein Krebs. Bei Jakob geschah dies in der Lunge.
Hiobsbotschaft am Tag nach der Geburt von Brüderchen
„Es hat Wochen gedauert, bis wir die Diagnose erhalten haben und auch deren Auswirkungen“, schildert Vater Andreas (36). Denn in den meisten Fällen ist LCH nicht lebensbedrohlich. Bei Jakob war es anders. Das musste seine Mutter Katharina einen Tag nach der Geburt seines jüngeren Bruders erfahren. Vor der jungen Familie, zu der auch Jakobs siebenjährige Schwester zählt, standen schwierige Zeiten.
„Nach monatelangem Krankenhausaufenthalt hat Jakob im September eine Lungentransplantation erhalten. Diese ist gut verlaufen“, so Mama Katharina (37). Auch die Wartezeit mit 3,5 Wochen war geringer als angenommen. Doch leider war die Krankheitsgeschichte damit nicht abgeschlossen. Einige Monate nach der Transplantation und Zeit zu Hause kam die nächste erschütternde Diagnose: Posttransplantationslymphom – eine seltene, aber schwere Komplikation danach. „Zurzeit wird Jakob mit einem Antikörper-Medikament behandelt, wenn das nicht greift, muss er wieder eine Chemo machen“, so Andreas.
Ein wenig Alltäglichkeit in die Not bringen
Die Familie, die aus Niederösterreich stammt, lebt seit Februar wieder im Ronald McDonald Kinderhilfehaus. Dieses ist durch Spenden finanziert und ermöglicht Familien von schwer kranken Kindern einen halbwegs normalen Alltag mit eigenen Wohnungen und die Nähe zum Krankenhaus, in dem sie versorgt werden.
„Jakob ist nach Operationen etwas schwach, aber gleich danach beginnt er wieder zu kämpfen“, erzählt Katharina. Gemeinsam würden sie sich Kraft geben – mithilfe der Familie, den Mitarbeitern des Kinderhilfe Hauses und dem Ärzteteam. So lange, bis Jakob wieder gesund nach Hause kann.
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