Rufe nach Beschleunigungsgebieten für Wasserkraft werden lauter. Allein mit kleinen Kraftwerken könnten zusätzliche 600 Millionen Kilowattstunden Strom gewonnen werden.
Fast 400 Kleinwasserkraftwerke produzieren in Kärnten 855 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom. Grundsätzlich könnte diese Zahl nahezu verdoppelt werden, aber die Rahmenbedingungen lassen noch zu wünschen übrig. Doch langsam erkennt auch die Politik die Notwendigkeit – das Team Kärnten brachte dazu in der letzten Landtagssitzung einen entsprechenden Antrag ein.
„Die Landesregierung wird aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, das vorhandene Potenzial von Kleinwasserkraft zu nutzen“, erklärt Parteichef Gerhard Köfer. „Dafür sind schnellere und möglichst unbürokratische Verfahren sowie praxisnahe Regelungen und die Ausweisung von Beschleunigungsgebieten für den Ausbau von großer Bedeutung.“
Solche Gebiete fordert auch die Erneuerbare-Energie-Richtlinie der EU. „Daher ist so ein Schritt nicht nur richtig, sondern auch rechtlich notwendig, um ein Vertragsverletzungsverfahren zu vermeiden“, erklärt Energieexperte Christoph Aste. „Es ist vernünftig zu sagen, wo wir Wasserkraft wollen und wo nicht.“
Im Kärntner Energiewendegesetz sucht man vergeblich nach Beschleunigungsgebieten. „Bei Wasserkraft sind leider drei verschiedene Referenten zuständig, das erschwert die gesamte Geschichte“, so Aste. „Es ist gut, dass sich da jetzt etwas bewegt.“
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