FACC profitiert davon

Luftfahrtindustrie durchbricht eigene Schallmauern

Oberösterreich
26.03.2025 07:46

Mit 4,9 Milliarden Passagieren weltweit hatte die Luftfahrt im Vorjahr eine Rekordauslastung bejubelt, heuer soll sogar die Fünf-Milliarden-Marke fallen – der Boom am Himmel befeuert auch die Nachfrage nach Flugzeugen. Und davon profitiert wiederum auch der oberösterreichische Zulieferer FACC. Der höchste Umsatz der Firmengeschichte lässt die Innviertler aber nicht zurücklehnen.

Die gestiegenen Kosten für Personal, Energie und Bürokratie belasten auch die FACC – trotzdem konnte der Flugzeugzulieferer am Mittwoch gute Zahlen für das Jahr 2024 vorlegen. Der Umsatz des Unternehmens aus Oberösterreich stieg auf 884,5 Millionen Euro, war damit so hoch wie noch nie. Während das Betriebsergebnis auf 28,3 Millionen Euro wuchs, sank das Ergebnis nach Steuern im Vergleich zu 2023 und kam bei 6,355 Millionen Euro zu liegen. Der Gewinn nach Steuern hatte im Jahr davor 9,1 Millionen Euro betragen.

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Der Fokus in der gesamten Luftfahrtindustrie liegt derzeit darauf, den enormen Auftragspolster von über 17.000 bestellten Flugzeugen abzuarbeiten –eine durchaus erfreuliche Aufgabe.

FACC-Vorstandschef Robert Machtlinger

Die wachsende Nachfrage nach Flugzeugen macht die FACC froh. Mit Ende 2024 hatten die führenden Flugzeughersteller Airbus, Boeing, COMAC und Embraer 17.163 fix bestellte Maschinen in ihren Orderbüchern. „Alle Flugzeug- und Triebwerkshersteller sind für uns essenzielle Partner“, betont Vorstandschef Robert Machtlinger im Geschäftsbericht für 2024. Dass man bereits vor 20 Jahren damit begonnen hat, eine enge Partnerschaft mit China aufzubauen, zahle sich jetzt aus, lässt er wissen.

Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm läuft
Das von ihm geführte Unternehmen beschreibt Machtlinger als „robust, zuverlässig und zukunftsfähig“. Damit das auch so bleibt, haben sich die Innviertler ein Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm verordnet. Bis Ende 2026 sollen die dadurch umgesetzten Maßnahmen ihre Wirkung entfalten. Das Ziel ist es, die überproportionalen Kostensteigerungen, die auch die hohen Lohnabschlüsse befeuert wurden, zu kompensieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Vertrag von Machtlinger bis Juni 2030 verlängert
„Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa stellen uns vor große Herausforderungen. Diese Themen gehen wir offensiv an“, so Machtlinger, dessen Ende Juni 2025 auslaufender Vertrag am Dienstag bis Juni 2030 verlängert wurde. So rückt etwa auch das Werk in Kroatien verstärkt in den Fokus: Dorthin wurden lohnintensive Tätigkeiten im Bereich der Kabinenausstattung verlagert, technologisch anspruchsvolle Tätigkeiten bleiben in Österreich. Insgesamt holte man im Vorjahr 394 neue Mitarbeiter an Bord.

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