Das 33 Jahre alte Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Schleedorf bekam nur noch knapp sein Pickerl. Ein neues zu kriegen, ist aber ein Kraftakt. Gerade für Gemeinden mit einem kleinen Budget.
Bei Alarmierungen sind die Feuerwehren der Salzburger Gemeinden blitzschnell zur Stelle. Jahrelang dauert dagegen die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges, wie sich derzeit in Schleedorf zeigt. Um 456.000 Euro soll laut Ortschefin Martina Ebner ein neues angeschafft werden. Für die Gemeinde mit einem Budget von drei Millionen Euro ist das ein Riesenbrocken – aber nötig.
Oldtimer kämpft sich mit Mühe bergauf
„Wenn es bergauf geht, ist es schon schwer zu schaffen“, beschreibt Kommandant Stefan Wesenauer das 33 Jahre alte Gefährt. „Große Feuerwehren tauschen nach 25 Jahren aus“, nimmt es Wesenauer, wie es in seiner kleinen Gemeinde ist. „Man arbeitet lange darauf hin. Es dauert bis zu vier, fünf Jahre, bis so ein Projekt abgeschlossen ist.“
Man muss Förderansuchen stellen und ganz genau bestimmen, was man braucht. Vor zwei Jahren liefen schon die ersten Gespräche. Vor zehn Monaten hat die Gemeinde bei der Firma Rosenbauer das Neufahrzeug bestellt. Es wird gerade produziert.
Beim Pickerlmachen drücken sie bei unserem alten Fahrzeug schon alle Augen zu. Die Mannschaft freut sich auf die Neuanschaffung.

Stefan Wesenauer, Kommandant der Feuerwehr Schleedorf
Bild: Pressefoto Scharinger/Daniel Scharinger
Eigentlich dürfen Feuerautos höchstens 30 Jahre im Einsatz sein. „Beim Pickerlmachen drücken sie bei uns schon alle Augen zu“, schmunzelt Wesenauer. Anders ist das im Ausland. Darum könnte das Schleedorfer Alt-Mobil dort weiter fahren.
Im Ausland gilt: Fahren muss es. So manche alte Tankwagen gingen schon nach Italien. Dort werden sie im unwegsamen Gelände und für Waldbrände eingesetzt. Gerät ein Waldbrand außer Kontrolle, lässt man laut dem Feuerwehrchef das österreichische Alt-Fahrzeug einfach zurück.
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